07.05.2026 - Stadt Lippstadt
Museum am Samstag: „Post für Dich“ Kreativworkshop und neue Einblicke in die städtische Kunstsammlung
Lippstadt. Museum am Samstag: Am Samstag, 9. Mai 2026, lädt das Stadtmuseum von 10 bis 14 Uhr wieder zu einem offenen Kreativangebot ein – diesmal unter dem Titel „Post für Dich“. Im Mittelpunkt steht ein Workshop zum Gestalten individueller Postkarten, der von der Kunsthistorikerin Sandra Künsting vom Malraum „Blaue Amsel“ geleitet wird.
„Postkarten sind weit mehr als bloße Grußbotschaften: Sie sind kulturelle Zeugnisse einer analogen Kommunikationswelt und spiegeln den Zeitgeist ihrer Entstehung wider“, betont Museumsleiterin Dr. Christine Schönebeck. In einer Zeit, in der digitale Kommunikation dominiert, bietet der Workshop die Möglichkeit, diese besondere Form des persönlichen Ausdrucks neu zu entdecken. Historische Impulse dienen dabei als Inspiration für die eigene künstlerische Gestaltung. Die entstandenen Postkarten können anschließend entweder mitgenommen oder direkt verschickt werden – auch ein schönes Geschenk für den kommenden Muttertag.
Der Workshop ist kostenfrei, ohne Altersbegrenzung und es ist keine Anmeldung erforderlich.
Parallel zum Workshop werden auch die Ausstellungsflächen des Stadtmuseums neu belebt: Im Erdgeschoss wird ein Teilbereich genutzt, um zehn Gemälde der Künstlerin Marie Steinbecker zu präsentieren. Die Werke wurden dem Stadtmuseum im Februar dieses Jahres als Schenkung aus der Sammlung der Sparkasse Hellweg-Lippe übergeben. Insgesamt umfasst die Schenkung 29 Kunstwerke – neben Arbeiten von Marie Steinbecker gehören dazu auch Werke namhafter Kunstschaffender wie Heinrich Trost, Christoph Hildebrand, Friedrich Höings und Hugo Mumme.
Zu Marie Steinbecker
Marie Steinbecker (1879–1968) war eine in Lippstadt wirkende Malerin und von 1911 bis 1938 Kunsterzieherin am evangelischen Mädchenlyzeum der Stadt. Sie lebte und arbeitete in der Cappelstraße 35. Da Frauen zu ihrer Zeit noch nicht zum Studium an Kunstakademien zugelassen waren, absolvierte sie ihre Ausbildung an sogenannten Damenakademien, unter anderem in Kassel und Berlin sowie zuletzt an der Münchner Damenakademie. Ihre ehemalige Schülerin Eva-Maria Dahlkötter beschrieb sie später als eine „ganz moderne Frau“.
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Quelle: Stadt Lippstadt | www.presse-service.de
Bildnachweis/-info: Marie Steinbecker: Bildnis der Mutter Anna Steinbecker, um 1910 (Ausschnitt). Foto: Stadtmuseum Lippstadt © Stadtmuseum Lippstadt Original herunterladen


