Im Resorts World Sentosa – dem einzigen Delfinarium Singapurs – sollen künftig keine Delfine mehr aus der Wildnis gefangen oder in Gefangenschaft gezüchtet werden. Für die dort lebenden Tiere könnte das langfristig neue Perspektiven eröffnen.
In der Anlage leben laut Berichten mehr als 20 Indo-Pazifische Große Tümmler. Wie es weitergeht, soll ein neu eingesetztes Expertenpanel bewerten. Öffentlichkeitswirksam wird dabei vor allem die Frage, ob und wie ein Umzug in geeignetere Haltungsformen möglich ist.
Als mögliche Zwischenlösung werden häufig sogenannte „Sea Pens“ diskutiert: abgegrenzte Meeresbereiche, in denen Tiere aus der Gefangenschaft schrittweise an natürliche Bedingungen gewöhnt werden können – mit Strömung, Salzwasser und mehr Platz.
Der Schritt aus Singapur passt in einen internationalen Trend, die Haltung von Meeressäugern zu Unterhaltungszwecken zu beenden oder stark einzuschränken. Entscheidend wird nun sein, welche konkreten Verbesserungen für die Delfine umgesetzt werden.

