Die Organspende in Deutschland hat 2025 einen Höchststand erreicht, den es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gab: Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) spendeten 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Das sind 32 mehr als 2024 und entspricht 11,8 Organspendern pro eine Million Einwohner.
Mit den Spenden konnten über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant 3.020 Organe verteilt und anschließend transplantiert werden. Darunter waren laut DSO 1.495 Nieren, 823 Lebern, 315 Herzen, 308 Lungen, 76 Bauchspeicheldrüsen sowie 3 Därme. In den 43 deutschen Transplantationszentren wurden 2025 insgesamt 3.256 Organe aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert.
Die DSO bewertet die Entwicklung als ermutigend, betont aber zugleich den weiter großen Bedarf: Ende 2025 standen 8.199 Menschen in Deutschland auf der Warteliste. Insgesamt konnten nach DSO-Angaben 3.150 schwer kranke Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder ein Weiterleben erhalten.
Deutliche Unterschiede zeigen sich regional. Besonders die DSO-Region Ost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) lag mit 16,3 Organspendern pro eine Million Einwohner 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Warum ein Organspendeausweis wichtig sein kann:
Eine Entscheidung zur Organspende kann im Ernstfall Leben retten – und sie kann auch helfen, Angehörige zu entlasten, weil der eigene Wille schriftlich festgehalten ist. Es kann jeden treffen, ob als potenzieller Empfänger eines Organs oder als Angehöriger, der plötzlich eine schwere Entscheidung mittragen muss. Ein Organspendeausweis ist dabei freiwillig: Jeder kann zustimmen, ablehnen oder die Entscheidung auf einzelne Organe beschränken.
Hier den Organspendeausweis kostenlos selbstständig ausfüllen und ausdrucken oder als Karte bestellen.

