17. Februar 2026 / Lichtblicke

Multiple Sklerose früher erkennen – und das Fortschreiten bremsen

Ein Bluttest könnte MS Jahre vor Symptomen anzeigen. Gleichzeitig bremst ein neuer Wirkstoff die Krankheitsprogression in Studien.

Veröffentlicht am 17. Februar 2026 um 12:25 Uhr von Leonard Grünke

Bei Multiple Sklerose (MS) zählt Zeit – je früher Risiken erkennbar sind, desto eher kann Prävention oder Therapie ansetzen. Genau hier setzen zwei neue Entwicklungen an: ein Bluttest zur Früherkennung und ein Wirkstoff, der Progression bremsen kann.

Bluttest: Hinweise Jahre vor dem ersten Symptom

Forschende berichten von einem Test, der nach Autoantikörpern gegen das Epstein-Barr-Virus-Protein EBNA-1 sucht. In ausgewerteten Proben waren diese Marker im Durchschnitt 5,4 Jahre vor dem Krankheitsbeginn messbar – in einzelnen Fällen sogar deutlich früher.

Therapie: Fortschritt auch ohne akute Entzündung

Parallel zeigen internationale Phase-III-Studien zu Tolebrutinib, dass sich MS-Verläufe nicht nur über Schubkontrolle beeinflussen lassen. Besonders auffällig: Das Medikament bremste den Fortschritt auch in Phasen ohne sichtbare akute Entzündungsaktivität – ein Effekt, der für viele Betroffene entscheidend sein könnte.

Beide Ansätze sind noch Teil wissenschaftlicher Prüfung – zusammen zeigen sie jedoch, wie schnell sich Diagnostik und Therapie weiterentwickeln.

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