In Kolumbien ist der Stierkampf offiziell verboten. Präsident Gustavo Petro hat ein Gesetz unterzeichnet, das das Verbot schrittweise bis 2027 vollständig umsetzen soll. Die Unterzeichnung fand in der Stierkampfarena der Hauptstadt Bogotá vor zahlreichen Unterstützern statt.
Petro begründete den Schritt mit dem Tierschutz und machte deutlich, dass das Töten von Tieren zur Unterhaltung aus seiner Sicht nicht als Kultur gerechtfertigt werden könne. Mit dem Gesetz endet eine lange Tradition, die im Land über Jahrzehnte gesellschaftlich umstritten war.
Arenen sollen neue Aufgaben bekommen
Ein zentraler Punkt der Reform ist die Zukunft der Stierkampfarenen: Sie sollen laut Ankündigung künftig als Orte für Kultur, Kunst und Sport genutzt werden. Für diese Umwandlung sieht das Gesetz einen Zeitraum von drei Jahren vor.
Auch die wirtschaftlichen Folgen für Beschäftigte werden adressiert: Menschen, die bisher ihren Lebensunterhalt rund um Stierkämpfe verdient haben, sollen umschult werden. Ziel ist es, die Umstellung so zu gestalten, dass möglichst wenige Existenzen verloren gehen.
Vorausgegangen waren monatelange Debatten, die zeigen, wie stark sich Einstellungen zu Tierleid in der Öffentlichkeit verändern.

