In Kambodscha erinnert ein neues Denkmal an eine ungewöhnliche Lebensretterin: die Afrikanische Riesenhamsterratte Magawa. Das Tier wurde speziell dafür ausgebildet, den Geruch von Sprengstoff zu erkennen. Wegen ihres geringen Körpergewichts konnte Magawa über gefährliche Flächen laufen, ohne Minen auszulösen.
Über mehrere Jahre hinweg war Magawa in der Minenräumung im Einsatz. Dabei spürte sie mehr als 100 Landminen und Blindgänger auf. Ihre Arbeit half dabei, Böden sicherer zu machen und Menschen in betroffenen Regionen ein Stück Alltag zurückzugeben. Denn dort, wo Minen vermutet werden, können Felder oft nicht bewirtschaftet, Wege nicht gefahrlos genutzt und Flächen nicht frei betreten werden.
Das Denkmal in Siem Reap würdigt Magawas außergewöhnlichen Beitrag. Es macht zugleich sichtbar, dass Minenräumung Geduld, Fachwissen und verlässliche Unterstützung braucht. Trainierte Tiere wie Magawa können dabei eine wichtige Rolle spielen, weil sie Sprengstoff schnell und präzise erschnüffeln können.
Magawas Geschichte zeigt, wie vielfältig Hilfe aussehen kann. Ausgebildet von Fachleuten wurde die Ratte zu einem Symbol für Schutz, Wiederaufbau und Hoffnung. Die Statue erinnert deshalb nicht nur an ein einzelnes Tier, sondern auch an die Menschen, die sich weltweit für sichere Lebensräume einsetzen.

