Burkina Faso will ein Zeichen gegen Klimawandel und Desertifikation setzen: Im Rahmen der nationalen Baumpflanzkampagne 2025 plant das westafrikanische Land, insgesamt mindestens 20 Millionen Bäume/Setzlinge zu pflanzen.
Die ambitionierte Maßnahme wurde im Umfeld der offiziellen Feier zur „Journée nationale de l’arbre“ am 21. Juni 2025 angekündigt und ist Teil der nationalen Strategie zur Begrünung degradierter Flächen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Initiative „L’heure patriotique pour reverdir le Faso“, bei der an einem einzigen Tag zwischen 8 und 9 Uhr landesweit bis zu 5 Millionen Bäume innerhalb einer Stunde gepflanzt werden sollen. Dabei geht es nicht nur um ökologische Wiederherstellung, sondern auch um die Schaffung lokaler Nutzwälder – etwa durch die Pflanzung medizinisch nutzbarer Baumarten.
Langfristig verfolgt Burkina Faso das Ziel, bis 2030 insgesamt 5 Millionen Hektar degradierten Landes wiederherzustellen. Diese Zusage ist Teil der internationalen AFR100-Initiative zur Wiederaufforstung afrikanischer Landschaften und wurde bereits 2018 getroffen.
Hintergrund Burkina Faso gehört zu den Ländern, die besonders stark unter Bodendegradation, Wassermangel und klimabedingten Veränderungen leiden. Durch gezielte Aufforstungsmaßnahmen will das Land die Lebensgrundlage der Bevölkerung sichern, Biodiversität fördern und den Vormarsch der Wüste eindämmen.
Internationale Aufmerksamkeit Die Maßnahmen finden internationale Beachtung und gelten als Beispiel für nachhaltiges Engagement in einem der ärmsten Länder der Welt. Unterstützt wird das Programm unter anderem von Umweltorganisationen und lokalen Gemeinden, die aktiv an der Pflanzung und Pflege der Setzlinge beteiligt sind.
Fazit Mit der Kampagne 2025 setzt Burkina Faso ein starkes Zeichen für Klimaschutz, ökologische Verantwortung und regionale Eigeninitiative. Das Vorhaben zeigt, dass nachhaltige Umweltpolitik auch unter schwierigen Bedingungen Wirkung entfalten kann – ein Vorbild für andere Regionen der Welt.

