Wie können Städte gleichzeitig besser mit Starkregen und Sommerhitze umgehen? In Bochum läuft dazu ein Pilotprojekt, das genau an einem bekannten Problem ansetzt: Regen fällt oft kurz und heftig – und verschwindet dann schnell in der Kanalisation.
Regenwasser bleibt dort, wo es gebraucht wird
Unter dem Asphalt der Alleestraße wird ein Material verbaut, das Wasser wie ein Schwamm aufnehmen kann: Steinwolle. Sie speichert Regen und gibt ihn zeitversetzt wieder ab. So sollen Straßenbäume länger mit Wasser versorgt werden – auch wenn es danach wochenlang trocken bleibt.
Ein zusätzlicher Effekt ist für Hitzetage geplant: Wenn Wasser langsam verdunstet, kann das die Umgebung abkühlen. Überschüssiges Wasser soll außerdem nicht ungenutzt abfließen, sondern in einen nahegelegenen Bach geleitet werden.
Wenn es klappt, könnte es Schule machen
Gelingt der Test, könnte die Technik laut Bericht auch an weiteren Straßen eingesetzt werden – als Baustein, um Städte widerstandsfähiger gegen extreme Wetterlagen zu machen.

