Beim Recycling von Batterien spielt Deutschland eine stärkere Rolle, als viele vermuten. Eine neue Studie von Europäischem Patentamt und Internationaler Energieagentur zeigt: Rund um die Batterie-Kreislaufwirtschaft wurden zwischen 2017 und 2023 jährlich 42 Prozent mehr Patente angemeldet als im Vorjahr – ein Wachstum fast dreimal so schnell wie bei der Batterieherstellung selbst.
Unter den europäischen Top-Anmeldern führen drei deutsche Namen die Liste an: BASF ist das einzige deutsche Unternehmen unter den globalen Top-Anmeldern und mit 31 internationalen Patentfamilien gleichauf mit der belgischen Umicore. Bosch behauptet sich beim Sammeln und Aufbereiten gebrauchter Zellen, bringt dort sein Know-how aus Sensorik, Diagnostik und Automatisierung ein. Das vergleichsweise kleine Unternehmen Duesenfeld besetzt gemeinsam mit BASF das Feld der chemischen Umwandlung, in dem aus zerlegten Zellen wieder Rohstoffe für neue Batterien werden.
Auch ein Aachener Newcomer macht von sich reden: Das Start-up cylib baut derzeit eine der größten Recyclinganlagen Europas auf und erhielt dafür eine zweistellige Millionen-Euro-Förderzusage des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Entwicklung stärkt die europäische Rohstoffunabhängigkeit bei der Elektromobilität.

