24. Juni 2026 / Lokalnachrichten Lippstadt

VR Bank Westfalen-Lippe wächst weiter: Kundengesamtvolumen steigt auf 7,9 Milliarden Euro

Die VR Bank Westfalen-Lippe blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und erwartet durch die Fusion weitere Impulse.

Veröffentlicht am 24. Juni 2026 um 21:30 Uhr von Leonard Grünke

Erfolgreiche Wiederwahl: Matthias Ferber, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender der VR Bank Westfalen-Lippe, (Mitte) wurde von den Vertreterinnen und Vertreter einstimmig in das Kontrollgremium wieder gewählt. Aufsichtsratsvorsitzender Christian Boehnke (links) und Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffman (rechts) waren die ersten Gratulanten.
Foto: VR Bank Westfalen-Lippe

VR Bank Westfalen-Lippe mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2025

Die fusionierte VR Bank Westfalen-Lippe eG hat auf ihrer Vertreterversammlung am 23. Juni 2026 positive Geschäftszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffmann berichtete von einem erfolgreichen und dynamischen Geschäftsjahr 2025. Trotz wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen stieg das Kundengesamtvolumen um 4,2 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich gleichzeitig um 2,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.

Kreditgeschäft entwickelt sich überdurchschnittlich

Besonders stark entwickelte sich das Kreditgeschäft. Das Kreditvolumen wuchs um 7,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der genossenschaftlichen Banken im Verband.

Rund 60 Prozent des Wachstums entfielen auf gewerbliche Finanzierungen. Als wesentlicher Treiber gelten Investitionen in regenerative Energien. Auch die private Nachfrage zog an: Die Neuzusagen für Wohnungsbaukredite stiegen um mehr als 24 Prozent auf 248 Millionen Euro. Insgesamt erhöhten sich die Kreditzusagen auf 495 Millionen Euro.

Auf der Einlagenseite legten die bilanzwirksamen Kundengelder um 3,3 Prozent zu. Die Depotbestände der Kundinnen und Kunden wuchsen um 4,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Fusion verläuft planmäßig

Die technische Zusammenführung der beiden Vorgängerinstitute wurde im November 2025 abgeschlossen. Nach Angaben des Vorstands laufen die Prozesse zur weiteren Optimierung der Abläufe für die knapp 115.000 Kundinnen und Kunden planmäßig.

Strategisch setzt die Bank auf eine Kombination aus digitalem Angebot und persönlicher Beratung. Während die digitalen Services weiter ausgebaut werden, bleiben die 20 Filialen ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.

Nachhaltigkeit und solide Eigenkapitalbasis

Auch das Thema Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die entsprechenden Standards werden regelmäßig extern überprüft. Nach der Fusion laufen derzeit weitere Anpassungen für das Gesamtinstitut.

Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Bilanzgewinn von 7,7 Millionen Euro ab. Die Fusionskosten beliefen sich auf 2,8 Millionen Euro und lagen damit unter den Erwartungen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlugen eine Dividende von fünf Prozent vor. Gleichzeitig werden die Vorsorgereserven gestärkt. Die regulatorischen Eigenmittel steigen dadurch auf mehr als 425 Millionen Euro.

Optimistischer Ausblick für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die VR Bank Westfalen-Lippe weitere Verbesserungen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung soll von 31 auf 38 Millionen Euro steigen. Dazu sollen insbesondere die Synergien aus der Fusion beitragen. Neben dem Wegfall einmaliger Fusionskosten werden zusätzliche Kosten- und Ertragseffekte erwartet.

Gleichzeitig verweist die Bank auf die weiterhin schwache Konjunkturentwicklung in Deutschland und rechnet mit steigenden Bewertungsaufwendungen im Kreditgeschäft.

Aufsichtsrat bestätigt Matthias Ferber

Im Rahmen der Vertreterversammlung wurde Matthias Ferber, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, einstimmig wiedergewählt. Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind Alfred Köhne aufgrund des Erreichens der Altersgrenze sowie Ute Stratmann aus persönlichen Gründen.

Aufsichtsratsvorsitzender Christian Boehnke würdigte das langjährige Engagement beider Mitglieder. Alfred Köhne wurde für 25 Jahre Tätigkeit mit der Silbernen Ehrennadel des Genoverbandes ausgezeichnet. Ute Stratmann erhielt für 14 Jahre Engagement die Ehrenurkunde in Gold.

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