Am Donnerstag, 10. September 2026, läuft der bundesweite Warntag. Bund, Länder und Kommunen testen dann gemeinsam, ob die Warnwege im Ernstfall funktionieren. Für Lippstadt heißt das: Es wird laut, und aufs Handy kommt eine Meldung, die aussieht wie ein echter Alarm. Sie ist keiner.
Was am 10. September passiert
- 11.00 Uhr: Die Probewarnung geht raus — über Radio und Fernsehen, über Warn-Apps wie NINA, über Cell Broadcast direkt aufs Mobiltelefon, über digitale Stadtinformationstafeln sowie über Sirenen und Lautsprecherwagen. Zur gleichen Zeit laufen die Sirenen im Kreis Soest.
- 11.45 Uhr: Entwarnung — allerdings nur über die Kanäle, über die vorher gewarnt wurde: Warn-Apps, Cell Broadcast und Rundfunk. Die Sirenen sind zu diesem Zeitpunkt nicht mehr beteiligt.
Sirenen und Lautsprecherwagen liegen in der Hand der Städte und Gemeinden, ihre Teilnahme am Warntag ist freiwillig (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe).
Was in Lippstadt zu hören ist
Der Kreis Soest löst am Warntag 187 Sirenen in allen 14 Städten und Gemeinden aus — Lippstadt ist dabei. Angesteuert werden sie nicht von der Stadt, sondern direkt aus der Leitstelle im Kreisrettungszentrum in Soest (Quelle: Pressemitteilung des Kreises Soest vom 3. September 2026, nachveröffentlicht von der Feuerwehr Lippstadt).
Die Signalfolge läuft komplett um 11 Uhr durch, und zwar in dieser Reihenfolge:
- Einminütiger Dauerton — bedeutet im Ernstfall „Entwarnung"
- Auf- und abschwellender Heulton — signalisiert „Gefahr"
- Noch einmal der durchgehende Entwarnungston
Wer eine Sirene hört, hört also innerhalb weniger Minuten alle drei Signale. Seit 2023 dienen Sirenenalarme ausschließlich der Warnung der Bevölkerung — die Feuerwehr wird nicht mehr per Sirene alarmiert.
Was du tun kannst
- Es ist ein Test. Der Warntag ist angekündigt, es liegt keine reale Bedrohung vor. Sinnvoll ist, Kinder, ältere Angehörige und Menschen mit geringen Deutschkenntnissen vorab darauf hinzuweisen. Auch Tiere reagieren auf die ungewohnten Geräusche.
- Der Notruf ist dafür der falsche Weg. 110 und 112 bleiben besser für echte Notfälle frei.
- Cell Broadcast prüfen. Die Meldung kommt auch ohne installierte Warn-App aufs Handy — vorausgesetzt, das Gerät ist im Mobilfunknetz eingebucht und das Betriebssystem ist aktuell genug (mindestens Android 11 oder iOS 16.1). Kommt am 10. September nichts an, lohnt ein Blick in die Benachrichtigungseinstellungen.
- Warn-App als zweiten Weg. NINA warnt auch dann, wenn Cell Broadcast auf dem Gerät nicht funktioniert.
- Rückmeldung geben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erhebt bundesweit, über welche Kanäle die Warnung angekommen ist und über welche nicht. Die Umfrage läuft vom 10. bis 17. September 2026 und ist ab dem 10. September, 11 Uhr, unter warntag-umfrage.de erreichbar. Wer in Lippstadt keine Sirene gehört oder keine Handy-Meldung bekommen hat, kann das dort eintragen.
Symbolbild · Foto von Seiya Maeda auf Unsplash

