28. Juli 2025 / Kreis Soest

Zwei neue Unfallhäufungsstellen, acht entschärft - Unfallkommission tagte und gibt Hinweis: Mit dem E-Scooter nicht auf dem Gehweg fahren

Unfallschwerpunkte beseitigen und die Verkehrssicherheit verbessern – das sind die Aufgaben der Unfallkommission des...

Veröffentlicht am 28. Juli 2025 um 10:00 Uhr

Meldungsdatum: 28.07.2025

Unfallschwerpunkte beseitigen und die Verkehrssicherheit verbessern – das sind die Aufgaben der Unfallkommission des Kreises Soest. Gemeinsam mit der Polizei, den Straßenbaulastträgern, der Bezirksregierung und den Straßenverkehrsbehörden Warstein, Werl, Soest und Lippstadt sorgt der Kreis Soest dafür, dass viele Unfälle erst gar nicht passieren. In ihrer Sommer-Sitzung hat die Unfallkommission zwei neue Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet registriert.

Die neuen Unfallhäufungsstellen liegen in Lippstadt (Erwitter Straße zwischen Nikolaus-Otto-Straße und Zufahrt Hammer Fachmarkt) und Geseke (B1/L549 Südring/Othmarstraße /Salzkottener Straße/Bürener Straße).

Die gute Nachricht: Acht bisher bestehende Unfallhäufungsstellen konnten nach Umsetzung passgenauer Maßnahmen ad acta gelegt werden. Hier hatten sich innerhalb eines Jahres keine weiteren vergleichbaren Unfälle ereignet. Ziel erreicht, Unfallschwerpunkt entschärft – und zwar in: Lippstadt (L536), Möhnesee (B516), Rüthen (K8), Welver (1. L670/ Berwicker Straße; 2. L670/ Klosterstraße; 3. L795; 4. K6) und Werl (L795). Bei vier bestehenden Unfallhäufungsstellen in  Geseke, Lippetal, Lippstadt und Soest mussten weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, von denen sich die Unfallkommission Erfolge verspricht.

Auffallend bei der Betrachtung der Unfallhäufungsstellen war die hohe Anzahl an Unfällen mit E-Scootern. „In vielen Fällen ist es leider nicht bei Materialschäden geblieben“, erklärt Christoph Sprenger, der als Sachgebietsleiter Verkehrssicherheit beim Kreis Soest auch Leiter der Unfallkommission ist, mit Blick auf die Statistik. Nach Mitteilung der Kreispolizeibehörde lag allein die Anzahl an Unfällen von E-Scootern mit Personenschaden im Jahr 2024 im Kreis Soest bei 45. Im Jahr 2020 wurden lediglich vier solcher Unfälle gemeldet. „Die Zahl ist also enorm angestiegen“, so Christoph Sprenger.

Die Unfallkommission weist daher ausdrücklich auf die geltenden gesetzlichen Bestimmungen hin: E-Scooter dürfen erst ab 14 Jahren gefahren werden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h. „Häufig wird leider nicht beachtet, dass E-Scooter auf Radwegen fahren müssen. Wenn keiner vorhanden ist, darf die Fahrbahn oder außerorts auch der Seitenstreifen genutzt werden“, sagt Christoph Sprenger und betont: „Der Gehweg oder die Fußgängerzone sind zum Fahren tabu. Da muss der Roller geschoben werden.“ Mit mehreren Personen auf dem E-Scooter unterwegs zu sein, sei ebenfalls verboten. Es gelten die gleichen Alkoholgrenzwerte wie bei Autofahrern. 

Eine Helmpflicht gibt es derzeit nicht, aber es wird seitens der Unfallkommission dringend empfohlen, einen Helm zu tragen, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Insbesondere Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder zu deren Sicherheit die bestehenden Regeln kennen und auch einhalten.

Aktuell bestehen insgesamt 32 Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet, davon liegen sechs in der Zuständigkeit der Städte Lippstadt, Soest oder Werl. Weitere Informationen und einen Überblick über alle Unfallhäufungsstellen gibt es unter www.kreis-soest.de/unfallkommission

Hintergrund: Die Unfallkommission
Die Unfallkommission des Kreises Soest tagt mindestens viermal im Jahr. Sie ist nach dem Unfallerlass des Landes NRW ein Instrument, mit dem die Straßenverkehrsbehörden Unfallhäufungen auf Straßen schnell und effektiv analysieren und Lösungen erarbeiten können, um künftige Vorfälle zu vermeiden. Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertretern der Polizei, der Straßenbaulastträger – also der Behörden, die für die Unterhaltung der Straßen zuständig sind –, der Bezirksregierung und der Straßenverkehrsbehörden des Kreises, sowie der Städte Warstein, Werl, Soest und Lippstadt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende und präzise Analyse von Unfällen, bei der sowohl technische als auch verkehrsrechtliche und infrastrukturelle Aspekte berücksichtigt werden.

Dieser Meldung sind zwei Fotos zugeordnet!

Pressekontakt: Pressestelle, Birgit Kalle, Telefon 02921/303200

Quelle: Pressestelle Kreis Soest (www.presse-service.de)


Bildnachweis: © ©Mathias Keller/ Kreis Soest

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kreative Aktion zur Sonnenfinsternis - Familienbüro lädt Kinder zum Basteln ein
Stadt Lippstadt

Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...

weiterlesen...
100 Jahre Herbstwoche: Attraktive Fahrgeschäfte sorgen vom 16. bis 25. Oktober für Kirmesvergnügen
Stadt Lippstadt

Die Vorfreude wächst: Die Herbstwoche feiert vom 16. bis 25. Oktober ihr 100-jähriges Bestehen. Jetzt stehen auch die...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
Aus aller Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Umfrage zur Arbeitsmarktintegration gestartet - Erfahrungen von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte gefragt
Kreis Soest

Beschäftigung ist eine gute Grundlage für gelingende Integration. Denn wer eine Arbeit hat, nimmt automatisch am...

weiterlesen...
Zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände erreicht - Feuerwehren und Kreisbrandmeister mahnen zu umsichtigem Verhalten
Kreis Soest

Viel Sonne und wenig Niederschlag: Die Böden sind sehr trocken, das Risiko für Wald- und Flächenbrände hoch. Der...

weiterlesen...