23. April 2025 / Kreis Soest

Vier neue Unfallhäufungsstellen, drei entschärft - Mehr Verkehrssicherheit Ziel der Unfallkommission im Kreis Soest

Unfallschwerpunkte beseitigen und die Verkehrssicherheit verbessern – das sind die Aufgaben der Unfallkommission des...

Meldungsdatum: 23.04.2025

Unfallschwerpunkte beseitigen und die Verkehrssicherheit verbessern – das sind die Aufgaben der Unfallkommission des Kreises Soest. Gemeinsam mit der Polizei, den Straßenbaulastträgern, der Bezirksregierung und den Straßenverkehrsbehörden Warstein, Werl, Soest und Lippstadt sorgt der Kreis Soest dafür, dass viele Unfälle erst gar nicht passieren. In ihrer Frühjahrs-Sitzung hat die Unfallkommission vier neue Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet behandelt.

Die neuen Unfallhäufungsstellen liegen in Lippstadt (2), Möhnesee und Lippetal. Die gute Nachricht: Drei bisher bestehende Unfallhäufungsstellen konnten nach Umsetzung passgenauer Maßnahmen ad acta gelegt werden. Hier hatten sich innerhalb eines Jahres keine weiteren Unfälle ereignet. Ziel erreicht, Unfallschwerpunkt entschärft.

Bei jeder Unfallhäufungsstelle legt die Kommission Maßnahmen fest, um die Verkehrssituation zu verbessern. Gelungen ist das beispielsweise in Möhnesee an der Kreuzung der B 516 mit der L 856 und der K 8 (Haarweg und Bördestraße). Das ist die Kreuzung Richtung Niederbergheim. Hier häuften sich Unfälle von Linksabbiegern aus Richtung Soest und Niederbergheim, die jeweils dem entgegenkommenden Verkehr die Vorfahrt nahmen.

„Bei der Analyse der Unfalllage stellte sich heraus, dass die Sichtbeziehungen problematisch sind und die Ampelschaltung angepasst werden könnte“, erklärt Christoph Sprenger, der als Sachgebietsleiter Verkehrssicherheit beim Kreis Soest auch Leiter der Unfallkommission ist. Die Unfallkommission beschloss daraufhin, dass die Linksabbieger separat in einer eigenen Ampelphase geschaltet werden sollen. Nach Umsetzung der Maßnahme ergaben sich innerhalb eines Jahres keine weiteren Unfälle. Die Unfallhäufungsstelle konnte daher eingestellt werden.

„Häufig sind Unfalllagen nicht eindeutig und die Ursachen sind nicht klar zu erkennen. Manchmal müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um eine Veränderung zu erreichen“, sagt Sprenger. Das könnten z.B. auch eine Änderung und Anpassung von Verkehrsschildern oder eine Geschwindigkeitsreduzierung sein.

Die Identifizierung von Unfallhäufungsstellen erfolgt nach ganz konkreten Kriterien durch die Kreispolizeibehörde. Eine Unfallhäufungsstelle liegt vor, wenn an einem bestimmten Punkt oder auf einem bestimmten Streckenabschnitt innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine bestimmte Anzahl von Unfällen passiert sind. Dabei spielt zum einen die Schwere der Unfälle eine wesentliche Rolle, zum anderen ist die Art der Unfälle wie etwa Abbiege- oder Parkunfälle ein wichtiges Kriterium.

Aktuell bestehen insgesamt 43 Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet, davon liegen fünf in der Zuständigkeit der Städte Lippstadt, Soest oder Werl. „Deutlich werden auch die Entwicklungen im Straßenverkehr insgesamt: Wo früher fast ausschließlich Unfallhäufungsstellen mit Pkw erfasst wurden, sind in den letzten Jahren viele Unfallhäufungsstellen mit Radverkehrsbeteiligung zu verzeichnen. Aktuell mehren sich Unfalllagen mit E-Scootern“, so Sprenger.

Der Leiter der Unfallkommission stellt fest, dass viele Unfälle durch die Einhaltung bestehender Verkehrsregeln vermieden bzw. die Schwere der Unfälle durch einfache Maßnahmen, wie das Tragen eines Fahrradhelms, abgemildert werden könnten. „Jede und jeder Einzelne kann einen Teil zur Verkehrssicherheit für sich und andere beitragen“, appelliert Sprenger an alle Verkehrsteilnehmer.

Weitere Informationen und einen Überblick über alle Unfallhäufungsstellen gibt es unter www.kreis-soest.de/unfallkommission.

Hintergrund: Die Unfallkommission
Die Unfallkommission des Kreises Soest tagt mindestens viermal im Jahr. Sie ist nach dem Unfallerlass des Landes NRW ein Instrument, mit dem die Straßenverkehrsbehörden Unfallhäufungen auf Straßen schnell und effektiv analysieren und Lösungen erarbeiten können, um künftige Vorfälle zu vermeiden. Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertretern der Polizei, der Straßenbaulastträger – also der Behörden, die für die Unterhaltung der Straßen zuständig sind –, der Bezirksregierung und der Straßenverkehrsbehörden des Kreises, sowie der Städte Warstein, Werl, Soest und Lippstadt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende und präzise Analyse von Unfällen, bei der sowohl technische als auch verkehrsrechtliche und infrastrukturelle Aspekte berücksichtigt werden.

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Pressekontakt: Pressestelle, Birgit Kalle, Telefon 02921/303200

Quelle: Pressestelle Kreis Soest (www.presse-service.de)


Bildnachweis: (C) ©Mathias Keller/ Kreis Soest

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