14. Januar 2026 / Kreis Soest

Postkarten zeigen „Ich denk an dich“ - Gesundheitsamt holt Aktion der Landeskampagne ins Kreisgebiet

Am 7. Februar ist der „Schreib einem Freund eine Karte“-Tag. Aus diesem Anlass lädt die Landeskampagne „Sucht hat...

Veröffentlicht am 14. Januar 2026 um 10:00 Uhr

Meldungsdatum: 14.01.2026

Am 7. Februar ist der „Schreib einem Freund eine Karte“-Tag. Aus diesem Anlass lädt die Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ zu einer Postkartenaktion ein. Unter dem Motto „Ich denk an dich“ richtet sie sich an soziale Einrichtungen wie Beratungsstellen, Arztpraxen, Ämter und Schulen. Dort können sich Menschen eine Postkarte mitnehmen und versenden.

Mit Suchtpräventionskraft Alexa Krause und Dr. Astrid Schlüter von der Fachstelle für Seelische Gesundheit (FaSeG) bringt das Kreisgesundheitsamt die Aktion in den Kreis Soest. Die Postkarten sollen ein Impuls sein, um sich bei nahestehenden Menschen zu melden und ihnen zu signalisieren: „Du bist mir wichtig. Ich denke an dich“.

Psychologin Astrid Schlüter weiß, wie wertvoll auch solch kleinen Zeichen der Verbundenheit sein können, denn: „Um mit anderen Menschen in Verbindung zu kommen, braucht es keine großen Gesten. Oft machen kurze, zufällige Gespräche im Alltag oder eben eine Postkarte mit einem netten Gruß mehr aus und bereichern den Tag nachhaltig.“

Für mehr Zusammenhalt, gegen Einsamkeit

Damit sollen die Postkarten auch der zunehmenden Vereinsamung in der Gesellschaft entgegentreten. In Deutschland geben 11,3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an, einsam zu sein. Auch im Kreis Soest sind viele Menschen von Einsamkeit betroffen. „Dabei ist Einsamkeit ein individuelles gesundheitliches Risko, aber auch eine gesamtgesellschaftliche Gefahr. Denn sie schwächt das soziale Miteinander und gefährdet zum Beispiel auch das Vertrauen in unsere Demokratie, da von Einsamkeit betroffene Menschen eher zu Verschwörungstheorien und ähnlichem neigen“, erklärt Schlüter.

Manche greifen dann zu Substanzen wie Alkohol, um sich besser zu fühlen, Stress zu lindern oder negative Gedanken zu betäuben. Besonders in Phasen der Veränderung oder Unsicherheit – etwa bei einem Schulwechsel, bei sozialer Ausgrenzung oder dem Renteneintritt – könne Einsamkeit ein Auslöser sein, um problematische Strategien zur Bewältigung zu entwickeln, sagt die Suchtpräventionskraft Alexa Krause. Sie warnt: „Alkohol kann keine echte menschliche Verbindung ersetzen, sondern birgt hohe gesundheitliche Risiken und die Gefahr der Abhängigkeit.“

Wege der Verbindung fördern

Daher ist es wichtig, frühzeitig über Einsamkeit zu sprechen und Wege der Verbindung und Zugehörigkeit zu fördern, sind sich Alexa Krause und Astrid Schlüter einig. Für sie war es deshalb schnell klar, dass sie die Aktion der Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ unterstützen wollen. Die Postkarten sind eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Angeboten und Initiativen, die das Miteinander fördern, wie etwa das „MitMenschen – Netzwerk für Gemeinschaft im Kreis Soest“.

Soziale Einrichtungen im Kreis, die sich an der Postkartenaktion beteiligen wollen – ob als Auslage im Wartebereich der eigenen Beratungsstelle, im Seniorenbüro oder als Aktivität im Schulunterricht –, melden sich per E-Mail bei der Suchtpräventionskraft (alexa.krause@kreis-soest.de) oder der Fachstelle für Seelische Gesundheit (faseg@kreis-soest.de). Für Pädagoginnen und Pädagogen im schulischen Kontext werden neben der Postkarte ein Aktionsplakat und ein Begleitblatt angeboten. Alle Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Wer anderen mit einer kleinen Geste eine Freude macht, tut sich selbst damit etwas Gutes und fühlt sich besser. Es lohnt sich also doppelt, mitzumachen“, werben Alexa Krause und Dr. Astrid Schlüter für die Aktion.

Hintergrund:
Die NRW-Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ bildet den Kern der nordrhein-westfälischen Strategie zur Suchtprävention. Die Kampagne richtet sich an Menschen aller Altersstufen, insbesondere jedoch an Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, Subtanzmissbrauch und Suchtentstehung zu verhindern. Weitere Informationen gibt es online unter www.suchtgeschichte.nrw.de.

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Pressekontakt: Pressestelle, Susanne Schulte-Nölle, Telefon 02921/302546

Quelle: Pressestelle Kreis Soest (www.presse-service.de)


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