3. April 2025 / Kreis Soest

Gründung einer Selbsthilfegruppe für Frauen mit Postpartalen Depressionen - Regelmäßige Treffen in Lippstadt geplant

Manche Mütter erleben nach der Geburt eine tiefe Traurigkeit. Zum Thema Postpartale Depressionen gründet die Kontakt-...

Meldungsdatum: 03.04.2025

Manche Mütter erleben nach der Geburt eine tiefe Traurigkeit. Zum Thema Postpartale Depressionen gründet die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Kreis Soest (KISS) auf Initiative von zwei Müttern eine Selbsthilfegruppe in Lippstadt. Dana Stinson, Leiterin der KISS, erzählt: „Die Gruppe bietet betroffenen Müttern eine wertvolle Möglichkeit zum Austausch, zur Unterstützung und zur gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen, die mit dieser Erkrankung einhergehen."

Postpartale Depressionen sind eine psychische Erkrankung, die viele Mütter nach der Geburt ihres Kindes betrifft. Eine der beiden Frauen, die die Gruppe ins Leben rufen wollen, berichtet: „Es begann nach der Geburt meines zweiten Kindes. Überforderung und Traurigkeit nahmen mich ein. Ich hatte das Gefühl, niemandem mehr gerecht werden zu können. Unangenehme Gefühle wie Wut, aber auch Scham wuchsen in mir - schließlich habe ich zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht und sollte eigentlich dankbar und überglücklich sein.“ Stattdessen sei die Einsamkeit noch mehr gewachsen, da sie sich wegen der Angst vor Unverständnis zurückgezogen hätte. „Zum Glück wurde aber auch der Wunsch nach einem Austausch mit Gleichgesinnten immer größer, sodass ich mich letztendlich bei der KISS meldete.“

Dana Stinson, Leiterin der KISS, betont: „Mit dieser Selbsthilfegruppe möchten wir Frauen in Lippstadt und Umgebung eine Anlaufstelle bieten, an der sie sich verstanden fühlen und Unterstützung finden können. Wir hoffen das Tabu rund um postpartale Depressionen zu brechen und das Bewusstsein für diese Erkrankung zu schaffen.“

Dem schließt sich die zweite Gruppengründerin an: „Postpartale Depressionen, Schwangerschaftsdepressionen, unglückliche Mütter: Tabuthemen, über die geredet werden muss. Betroffene leiden unter Druck, Überforderung, Wut und schlechtem Gewissen.“ Es gebe kaum Verständnis - eine Mutter müsse doch glücklich sein. Doch dieses Bild würde den Leidensdruck erhöhen. „Wir möchten dieses Thema sichtbar machen, einen Raum schaffen in dem wir uns austauschen können, uns gegenseitig Mut machen und Verständnis zeigen können. Deshalb ist es uns wichtig diese Selbsthilfegruppe zu gründen“, ergänzt sie.

Die Selbsthilfegruppe wird regelmäßig Treffen in Lippstadt veranstalten, bei denen sich die Teilnehmerinnen über ihre Erfahrungen austauschen können. 

Interessierte Frauen, die an den Treffen teilnehmen möchten, können sich bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Kreis Soest (KISS) per E-Mail an kiss@kreis-soest.de oder per Telefon unter 02921/30-2162 anmelden.

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Pressekontakt: Pressestelle Kreis Soest, Kira Hönicke, Telefon 02921/302249

Quelle: Pressestelle Kreis Soest (www.presse-service.de)

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