Bei Schüssen auf einem Salsa-Festival in der kanadischen Stadt Toronto sind zwei Männer getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen wurden mit schweren Schussverletzungen in naheliegende Krankenhäuser gebracht, wie der stellvertretende Polizeichef Frank Barredo am späten Samstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mitteilte. Die Polizei gehe derzeit von einem Schusswechsel zwischen mindestens zwei Personen aus, die sich durch die Menschenmenge bewegt hätten, sagte Barredo weiter. Zwei Schusswaffen seien sichergestellt worden, es gebe mindestens drei Tatorte. Ermittler der Mordkommission sowie der Abteilung für Schusswaffen- und Bandenkriminalität untersuchten den Vorfall. Die Polizei machte keine Angaben zur Identität der Toten und ob es sich um Unbeteiligte oder um den oder die Schützen handelte. Bislang habe es keine Festnahmen gegeben. Die Polizei gehe dennoch nicht von einer weiteren Gefahr in dem Gebiet aus, sagte Barredo. Polizeiangaben zufolge ereignete sich der Vorfall kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit am Samstagabend (2.00 Uhr MESZ/Sonntag) bei dem Festival «Salsa on St. Clair» in der Hafenstadt am Lake Ontario. Dort feierten Menschen mit lateinamerikanischer Musik auf der Straße. Das Festival mit Musik, Künstlern und lateinamerikanischen Spezialitäten zieht laut der Webseite der Organisatoren jedes Jahr Hunderttausende Menschen auf die Straßen des Stadtteils Hillcrest Village. Am Samstagabend waren laut Polizei etwa 13.000 Menschen vor Ort. Aufgrund der Menge an möglichen Zeugen sowie zu sichtenden Videomitschnitten gehe er von komplexen Ermittlungen aus, sagte Polizeichef Barredo. Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow schrieb auf der Plattform X, sie sei «angewidert und wütend» über den Vorfall. «Das war ein rücksichtsloser, verabscheuungswürdiger Gewaltakt», schrieb Chow. Kanadas Premierminister Mark Carney zeigte sich ebenfalls entsetzt: «Meine Gebete sind bei den Familien, die um ihre Angehörigen trauern, bei denjenigen, die sich in kritischem Zustand befinden und bei allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind», schrieb er auf X.Etwa 13.000 Menschen feierten mit Salsa-Musik
«Angewidert und wütend»
Bildnachweis: © Keito Newman/The Canadian Press/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Zwei Tote nach Schüssen bei Salsa-Festival in Toronto
Menschen feiern bei einem lateinamerikanischen Festival ausgelassen auf der Straße. Plötzlich fallen Schüssen. Zwei Menschen sind tot, Festnahmen gab es bislang keine.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
- 28. September 2026
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".
- 2. Oktober 2026
Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt
Eine 16-Jährige bricht während des Unterrichts zusammen und stirbt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln zur Todesursache.
Neueste Artikel
- 11. Oktober 2026
Serie von Messerangriffen erschüttert Polen
Drei Attacken in wenigen Tagen: Was steckt hinter der plötzlichen Gewalt an polnischen Schulen und warum geraten immer mehr Jugendliche ins Visier der Polizei?
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Oktober 2026
Serie von Messerangriffen erschüttert Polen
Drei Attacken in wenigen Tagen: Was steckt hinter der plötzlichen Gewalt an polnischen Schulen und warum geraten immer mehr Jugendliche ins Visier der Polizei?
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.

