7. März 2026 / Aus aller Welt

Wie ein Geldautomat plötzlich in einem Wald landet

Es sind Szenen wie in einem Film: Kriminelle binden einen Geldautomaten mit einem Spanngurt an ein Auto und schleifen ihre Beute durch den Ort. Weshalb die Diebe trotz ihrer Idee leer ausgehen.

Mit Hunden und einem Helikopter suchen die Beamte nach den Tätern. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 7. März 2026 um 10:58 Uhr von dpa

Sie hängten einen Spanngurt an ein Auto und legten los: Zwei Kriminelle haben einen Geldautomaten aus seiner Verankerung in einer Bank gerissen und quer durch ein Dorf bis in einen Wald gezogen. Als die beiden die herannahenden Streifenwagen hörten, flohen sie und ließen das Auto sowie den Geldautomaten zurück, wie die Polizei mitteilte.

Obwohl die Polizei die Diebe mit einem Hubschrauber und mehreren Hunden rund um einen Teilort von Bad Wurzach im Südosten Baden-Württembergs suchten, blieben sie verschwunden.

Nach der Alarmierung waren die Beamten in der Nacht den Schleifspuren auf den Straßen bis in den Wald gefolgt. Das waren schätzungsweise etwa ein bis eineinhalb Kilometer, sagte ein Polizeisprecher. «Dass ein Geldautomat auf diese Weise gestohlen wird, habe ich so auch noch nicht erlebt».

Geld sei nicht geklaut worden, hieß es in einer Mitteilung. Bei den weiteren Ermittlungen fanden die Beamten zudem heraus, dass sowohl das Auto als auch die Kennzeichen vor kurzer Zeit gestohlen worden waren. Wie hoch der Schaden ist, blieb zunächst unklar. Die Polizei sucht weiter nach den Tätern. 

Mit Auto und Seil auch Geldautomat in Bayern versucht zu öffnen

Zu einem ähnlichen Fall ist es am Mittwoch in Oberbayern gekommen: Dort haben Diebe mit einem an ein Auto gebundenes Seil versucht, einen Geldautomaten aufzureißen. Zuvor sollen sie mit ihrem Wagen rückwärts gegen die gläserne Eingangstür einer Tankstelle in Landsberg am Lech gefahren sein. Auch sie blieben nach Polizeiangaben ohne Erfolg. 

Ob es zwischen den Taten einen Zusammenhang gibt, ist unklar. Die beiden Tatorte liegen etwa 90 Kilometer voneinander entfernt.


Bildnachweis: © Daniel Karmann/dpa
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