Beim Waldbrand in den Chiemgauer Alpen haben sich die Behörden vorsichtig optimistisch über den Fortgang der Löscharbeiten geäußert. Es habe keine nennenswerte Ausbreitung des Brandes gegeben, teilte das Landratsamt Traunstein mit. Die Behörde ließ aber weiter den Katastrophenalarm wegen des Feuers bei Unterwössen in Kraft. Am Mittwochabend war der Bergwaldbrand in schwer zugänglichem Gelände auf knapp 1.000 Meter Höhe gemeldet worden, die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Mit Löschhubschraubern versuchen die Einsatzkräfte während der Tageszeit die Flammen einzudämmen. In der Nacht zum Freitag, als die Maschinen nicht starten konnten, seien vereinzelt kleinere Glut- und Brandstellen aufgetreten, teilte der Katastrophenstab mit. «Diese wurden durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte rasch erkannt und unmittelbar abgelöscht. Ein größeres Wiederaufflammen konnte verhindert werden.» Am Freitag waren erneut bis zu sechs Helikopter aus Bayern und dem benachbarten Österreich im Einsatz. «Die Wasserabwürfe werden eng mit den Maßnahmen am Boden abgestimmt», teilte die Kreisbehörde mit. Seit Donnerstag seien Bodentrupps mit spezieller Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung in dem steilen Gebiet im Einsatz. «Diese gezielten Nachlöscharbeiten werden heute weiter ausgeweitet.» Die Feuerwehrleute werden bei den Arbeiten von Spezialisten der Bergwacht Bayern und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei gesichert. Die Lage bleibe anspruchsvoll, sagte der Einsatzleiter, Kreisbrandrat Christof Grundner. «Unser Ziel ist es, die Situation heute weiter zu stabilisieren und die verbliebenen Glutnester konsequent abzulöschen.» Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Behörde keine Gefahr, die Menschen sollten aber die Umgebung des Feuers meiden. Die Bundesstraße 305 blieb weiter gesperrt, auch das Gelände eines Badesees durfte nicht betreten werden. Denn die Einsatzkräfte nutzen das Wasser aus dem Wössener See für die Löscharbeiten. Angesichts der hohen Waldbrandgefahr auch in anderen Teilen des Freistaats werden in den kommenden Tagen in verschiedenen Regionen erneut Luftbeobachter Ausschau nach Feuern halten. Dadurch sollen die Einsatzkräfte schnell alarmiert werden können. In Mittelfranken kündigte die Bezirksregierung an, dass wegen des Risikos bis Sonntag in den Nachmittagsstunden Luftbeobachter die relevanten Waldgebiete von oben kontrollieren sollen. Die Behörde rechnet damit, dass durch Ausflügler die Feuergefahr noch steigen könnte. «Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen», warnte die Regierung von Mittelfranken. Deswegen werden ehrenamtliche Piloten der Luftrettungsstaffel aufsteigen, mit in den Maschinen werden speziell ausgebildete Beobachter der Feuerwehren und der Forstämter sitzen. Die Regierung von Niederbayern ordnete ebenfalls Beobachtungsflüge an. Hier sollen die Flugzeuge von Samstag bis Montag starten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll bis zum Montag nahezu flächendeckend in Niederbayern die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe erreicht sein. Zuvor hatten auch bereits die Bezirksregierungen von Ober- und Unterfranken ihre Luftbeobachter alarmiert.Regierungsbehörden schicken Beobachter in die Luft
In Niederbayern höchstes Waldbrandrisiko am Montag
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Einsatzkräfte im Katastrophengebiet vorsichtig optimistisch
Im Chiemgau kämpft die Feuerwehr weiter gegen einen Bergwaldbrand in unwegsamen Gelände. Auch in anderen Teilen des Freistaats fürchten Behörden, dass Wälder in Flammen aufgehen könnten.
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