8. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Vier Tote bei hohem Wellengang auf Teneriffa

Die Kanaren liegen weit draußen im Atlantik. Vor allem im Herbst und Winter treffen dort immer wieder gewaltige Wellen auf die Küsten. Die Warnungen von Behörden zu ignorieren, kann tödlich sein.

Im Herbst und im Winter ist es auf den Kanaren in Küstennähe nicht immer ungefährlich. (Archivfoto)
von dpa

Die Zahl der Todesopfer durch hohe Wellen auf der Ferieninsel Teneriffa hat sich Medienberichten zufolge auf vier erhöht. Eine Frau, die zunächst noch in ein Krankenhaus geflogen worden war, sei dort gestorben, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Am Sonntag hatten Rettungskräfte drei Menschen nur noch tot bergen können, die von gewaltigen Wellen ins Meer gerissen worden waren. Nach einer fünften Person, bei der es sich um eine Frau handele, werde weiter gesucht. Die Menschen waren in einem Naturschwimmbecken im Westen der spanischen Urlauberinsel von den hohen Wellen überrascht worden. Die Wellen stiegen den Angaben nach in das durch eine Steinmauer vom offenen Meer getrennte Schwimmareal ein und brandeten gegen umliegende Felsen. Anschließend habe der Sog des ins Meer zurückströmenden Wassers Menschen mitgerissen. 

Bei zwei der bestätigten Todesopfer handelte es sich um Slowaken, wie die staatliche slowakische Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf Angaben des Außenministeriums in Bratislava meldete. Eine weitere Person mit slowakischer Staatsbürgerschaft sei verletzt worden. Zur Herkunft der anderen beiden Todesopfer des Unglücks bei Los Gigantes in der Region Santiago del Teide gab es zunächst keine offiziellen Angaben. 

Zunächst gerettete Frau starb später

Bei der vierten Toten handele es sich um eine Frau, die am Sonntag nach einem Herzstillstand zunächst wiederbelebt werden konnte und in ein Krankenhaus geflogen worden war. 

Warnung vor hohem Wellengang lag seit Tagen vor

Die Behörden hatten seit Freitag vor hohem Wellengang an den Küsten mehrerer Inseln gewarnt. Das Naturschwimmbad war nach Medienberichten abgesperrt. Die Gefahr wird jedoch leicht unterschätzt, weil hohe Wellen auch bei ruhigem, windstillem Wetter auftreten können. Sie bauen sich durch weit entfernte Stürme im Atlantik auf und krachen dann ungebremst auf die steil aus dem Meer aufsteigenden Kanarischen Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind.

Erst am 8. November hatten mehrere Riesenwellen auf Teneriffa zahlreiche Menschen ins Meer gespült - darunter auch viele Touristen vor allem aus Frankreich. Bei verschiedenen Zwischenfällen an den Küsten kamen damals drei Menschen ums Leben. Insgesamt 15 wurden verletzt. Die Küsten der Kanaren gelten als gefährlich. Insgesamt wurden auf allen Kanaren-Inseln seit Januar Medienberichten zufolge etwa 60 Ertrunkene gezählt.


Bildnachweis: © Cedida/Europa Press/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Leuchtender Himmel - Polarlichter über Deutschland zu sehen
Aus aller Welt

Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist.

weiterlesen...
Wann wird mein Weihnachtsbaum abgeholt? Alle Termine in Lippstadt 2026
Lokalnachrichten aus Lippstadt

Weihnachtsbaum loswerden? Hier erfährst du, wann dein Baum in Lippstadt abgeholt wird und wie du ihn richtig bereitstellst.

weiterlesen...
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Aus aller Welt

Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Winterwetter trifft USA hart: Tausende Menschen ohne Strom
Aus aller Welt

Schnee, Kälte, Ausfälle: Der Wintereinbruch in den USA bringt das öffentliche Leben in vielen Bundesstaaten durcheinander. Bei klirrender Kälte sind Tausende Haushalte ohne Strom.

weiterlesen...
US-Freeclimber bezwingt Wolkenkratzer in Taipeh
Aus aller Welt

Die Besteigung des Wolkenkratzers war umstritten. Vor allem, weil US-Freeclimber Honnold bei dem waghalsigen Unterfangen live gestreamt wurde. Nach anderthalb Stunden war die Erleichterung dann groß.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Winterwetter trifft USA hart: Tausende Menschen ohne Strom
Aus aller Welt

Schnee, Kälte, Ausfälle: Der Wintereinbruch in den USA bringt das öffentliche Leben in vielen Bundesstaaten durcheinander. Bei klirrender Kälte sind Tausende Haushalte ohne Strom.

weiterlesen...
US-Freeclimber bezwingt Wolkenkratzer in Taipeh
Aus aller Welt

Die Besteigung des Wolkenkratzers war umstritten. Vor allem, weil US-Freeclimber Honnold bei dem waghalsigen Unterfangen live gestreamt wurde. Nach anderthalb Stunden war die Erleichterung dann groß.

weiterlesen...