16. April 2026 / Aus aller Welt

Unglück in Lederfabrik: Was wir wissen und was nicht

In einer Fabrik im Ort Runkel in Mittelhessen kommen mehrere Menschen ums Leben, weitere werden verletzt. Was bislang bekannt ist.

Einsatztkräfte sind im hessichen Runkel im Einsatz.
Veröffentlicht am 16. April 2026 um 23:55 Uhr von dpa

Drei Tote, zwei Menschen in Lebensgefahr: In einer Lederfabrik und Pelzgerberei in der Stadt Runkel in Mittelhessen hat es am Nachmittag ein schweres Unglück gegeben. 

Was wir wissen: 

  • Nach Angaben des hessischen Innenministers Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass die Arbeiter an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben seien.
  • Nach ersten Erkenntnissen der Behörden waren sie nacheinander in die Grube gestiegen und dort verunglückt. 
  • Drei Arbeiter kamen laut Landesinnenministerium ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Sie sind nach offiziellen Angaben in Lebensgefahr. 
  • Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Gefahrenabwehr des Landkreises Limburg-Weilburg nicht. Es seien keine giftigen Stoffe aus der Grube ausgetreten.
  • Die Toten und Verletzten sind den Angaben der Gefahrenabwehr zufolge am späten Nachmittag aus einer Auffangklärgrube der Gerberei geborgen worden. Sie waren von einem Mitarbeiter der Firma aufgefunden worden. Mit welchen Chemikalien sie genau in Berührung gekommen seien, müsse noch ermittelt werden.
  • Im Betrieb wird den Behörden zufolge mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet. Daher würden die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt. Davon seien 45 bis 50 Einsatzkräfte betroffen. 
  • Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz. 

Was wir nicht wissen:

  • Weitere Hintergründe zum Ablauf und der genauen Ursache des Unglücks bleiben unklar.
  • Das Alter und die Identität der Opfer sind nicht bekannt. 

Bildnachweis: © Sascha Ditscher/dpa
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