Nach jahrelanger Wartezeit sind im historischen Herzen Roms zwei neue U-Bahn-Stationen fertig geworden. Die Haltestellen Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia - also am weltberühmten Kolosseum und den Kaiserforen sowie dem antiken Stadttor Porta Metronia - sind als sogenannte Museumsstationen gestaltet. Gezeigt werden dort die archäologischen Funde, die während der Bauarbeiten der unterirdischen Stationen entdeckt wurden. Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri sprach bei der Vorstellung der Haltestellen von einem «historischen und wunderschönen Moment» sowohl für Touristen als auch für Römer. Die beiden Stationen öffnen am Nachmittag für Fahrgäste und nehmen dann auch erstmals ihren Betrieb auf. Die beiden neuen Stationen sind Teil einer Streckenverlängerung der bestehenden Metro-Linie C, die den Osten Roms bislang nur bis an den Rand des historischen Zentrums anschloss. Endstation war bisher San Giovanni unweit der Lateranbasilika. In Rom mit seinen rund 2,7 Millionen Einwohnern und mehreren Millionen Touristen im Jahr gibt es nur drei U-Bahn-Linien. Die Linie C soll in einigen Jahren bis zur Piazza Venezia und danach auch zum Petersdom verlängert werden. Perspektivisch könnte sie eines Tages auch in den Norden Roms bis zum Olympiastadion und dem Foro Italico fahren. Die Arbeiten für die Strecke von San Giovanni über Porta Metronia bis Colosseo/Fori Imperiali hatten 2013 begonnen. Rund zwölf Jahre waren nötig, um einen Abschnitt von etwa 3,6 Kilometern fertigzustellen. Die lange Bauzeit ist den archäologisch sensiblen Bedingungen geschuldet: Bei den Grabungen stießen die Arbeiter immer wieder auf bedeutende Funde. In Vitrinen und Bereichen zur archäologischen Präsentation sind diese zu besichtigen. In der Station Colosseo/Fori Imperiali, die sich über vier unterirdische Ebenen erstreckt und bis in eine Tiefe von 32 Metern reicht, können Passagiere die Funde, darunter antike römische Krüge, Schalen und vieles mehr, auf dem Weg zum Gleis betrachten. In Porta Metronia, wo beim Bau ein umfassender archäologischer Komplex unter anderem mit einer römischen Kaserne freigelegt wurde, ist das Museum separat. Es wird aber erst im Februar besuchbar sein.Weitere U-Bahn-Erweiterungen geplant
Archäologische Funde auf dem Weg zum Gleis
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U-Bahn als Museum: Zwei neue Metro-Stationen im Herzen Roms
Wer sich in Rom fortbewegen will, braucht gute Nerven. Zwei neue U-Bahn-Stationen im historischen Herzen der Stadt sollen Abhilfe schaffen - und zeigen besondere Fundstücke.
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