Nach dem Tod eines Siebenjährigen durch ein umgestürztes Fußballtor trauert sein Verein. Der junge Spieler des FSV Erlangen-Bruck war am Samstag im Rahmen eines Spiels lebensgefährlich verletzt worden und im Krankenhaus gestorben. «Der ganze Verein befindet sich in tiefer Trauer und unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Ruhe in Frieden», hieß es in einem Statement des Vereins auf der Plattform Instagram. Auf dem Gelände des Vereins hatten sich am Sonntag zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene versammelt, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. In einem kurzen Trauerakt wurden Blumen an einer Mauer niedergelegt. Unterdessen wird der Unfall untersucht. Derzeit würden Zeugen befragt, sagte ein Polizeisprecher. Zudem untersuche ein Gutachter auch das Tor und die Verletzungen des Kindes, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Auf Basis der Ergebnisse müsse dann die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Ermittlungen aufgenommen würden. Mit ersten Erkenntnissen rechnet der Sprecher erst im Verlauf der Woche. Nach dem bisherigen Stand der Untersuchungen war am Samstag gegen 14.00 Uhr ein mobiles Tor umgestürzt und hatte den Siebenjährigen lebensgefährlich verletzt. Er starb später im Krankenhaus. Laut Bayerischem Fußballverband ist noch unklar, ob das Kind als Spieler oder Zuschauer auf dem Vereinsgelände war. Alle für den Sonntag geplanten Spiele der Junioren auf Kreisebene im Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund wurden infolge des Unglücks abgesagt. «Wir sind alle tief erschüttert und fassungslos. Uns fehlen die Worte», schreibt der Verband. Man wolle den Fußball ruhen lassen. «Die Fußball-Familie ist in Gedanken bei all denen, die begreifen müssen, was es in dieser Stunde einfach nicht zu begreifen gibt.» Unfälle mit Toren sind grundsätzlich selten. In Deutschland gab es 2013 einen Fall in Hamburg, in dem ebenfalls ein Siebenjähriger durch ein umfallendes Tor erschlagen wurde. 2010 starb ein Zwölfjähriger im münsterländischen Nottuln. 2021 wurde ein Elfjähriger schwer verletzt. Auch in früheren Jahren und im Ausland gab es weitere ähnliche Unfälle.Gutachter soll genauen Ablauf klären
Zahlreiche Spiele abgesagt
Nicht der erste tödliche Torunfall
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Fußballtor-Unfall: Verein trauert um toten Siebenjährigen
Ein junger Spieler stirbt, nachdem ein Tor auf ihn gestürzt ist - die Untersuchungen und Befragungen laufen. Auf dem Vereinsgelände versammeln sich zahlreiche Menschen.
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