1. September 2026 / Aus aller Welt

Tödliche Schüsse bei Rave – Ermittlungen zu Motiv laufen

Eine 24-jährige Deutsche berichtet einer Zeitung, wie sie die Schüsse beim Rave in der Schweiz erlebte. Die Staatsanwaltschaft erläutert, wie die Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen weitergehen.

Um den Tatverdächtigen kümmert sich jetzt die Staatsanwaltschaft. (Archivbild)
Veröffentlicht am 1. September 2026 um 12:24 Uhr von dpa

Ein 43-Jähriger soll bei einem Rave in der Schweiz eine Frau getötet und fünf Menschen verletzt haben - sein Fall liegt jetzt in den Händen der Staatsanwaltschaft. Der Schweizer war am Tag nach den Schüssen im Kanton Aargau unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Im Anschluss an die Festnahme hieß es, die Polizei gehe inzwischen von einem Einzeltäter aus.

Nach den ersten 24 Stunden Polizeihaft hat die Staatsanwaltschaft weitere 24 Stunden, um das Zwangsmaßnahmengericht anzurufen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erläuterte. Dort könnten Anträge auf Untersuchungshaft oder auf weitere Ermittlungsmaßnahmen gestellt werden. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen erst am Mittwochnachmittag wieder über den Ermittlungsstand informieren.

Über den Tathergang in der Nacht zu Sonntag und ein mögliches Motiv schweigen die Ermittler bislang. Am Sonntag sagte die Polizei, sie ermittele in Richtung Terrortat, Amoklauf und Abrechnung im kriminellen Milieu. 

Zwei Tatwaffen

Beim Rennverein im Kanton Aargau hatte am Samstag ein Rave mit etwa 3.500 Menschen stattgefunden. Gegen Ende fielen die Schüsse. Getötet wurde eine 22-jährige Italienerin. Fünf Menschen im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden verletzt, darunter eine Deutsche. Die Polizei entdeckte auf dem Gelände Patronenhülsen, die auf zwei Tatwaffen hindeuten. Der Tatort liegt rund 25 Kilometer südlich von Bad Säckingen in Baden-Württemberg. 

Zeitung: Deutsche erlitt Streifschüsse 

Die Boulevardzeitung «Blick» sprach nach eigenen Angaben mit der 24-jährigen Deutschen, die bei dem Rave verletzt wurde. Sie sei nach den Schüssen und Schreien mit anderen davongerannt und habe erst gar nicht gemerkt, dass sie verletzt war, sagte die Frau, die in der Schweiz lebt, nach Angaben der Zeitung. Erst später habe sie das Blut gesehen. Sie sei von zwei Streifschüssen im Hüftbereich getroffen worden. Es verheile alles gut, fügte die Frau laut Zeitung hinzu.


Bildnachweis: © Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa
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