28. November 2025 / Aus aller Welt

Teilerfolg: Rampe und Kies sollen Eisbachwelle zurückbringen

Seit Wochen müssen Surfer in München auf die berühmte Eisbachwelle verzichten. Jetzt melden Experten der Hochschule München einen Durchbruch - und machen Hoffnung. Wann kehrt die Welle zurück?

Ein Hauch einer grünen Welle war bereits beim Vorversuch zu sehen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 28. November 2025 um 15:48 Uhr von dpa

Zwischenerfolg bei den Bemühungen um die Rückkehr der berühmten Surfwelle im Englischen Garten: Bei einem Vorversuch an der Eisbachwelle haben Strömungsexperten der Hochschule München mit Holzbrettern, sogenannten Kickern, die Welle zurückbringen können, wie die Hochschule mitteilte. 

«Mit allen Kickern konnte eine circa drei Meter lange grüne Welle erzeugt werden», sagte Professor Robert Meier-Staude, der den Vorversuch leitete. «Nachdem die Kicker entfernt wurden, blieb die Welle für wenige Minuten grün, dann brach sie wieder zusammen, es entstand wieder die Weißwasserwalze.» 

Diese hatte in den vergangenen Wochen nicht nur bei den Surfern für Frust gesorgt, sondern auch bei Besuchern des Englischen Gartens, die auf den Anblick des Surf-Vergnügens in der Innenstadt verzichten mussten.

Wann kann wieder gesurft werden?

Meier-Staude macht jetzt Hoffnung auf eine Rückkehr der Welle. Um eine surfbare Welle auf der ganzen Breite des Eisbaches zu erzeugen, sei der Einbau einer dreiteiligen Rampe nötig. Dann könne sich stromabwärts eine langsam rotierende Walze bilden, in der sich Kies ablagern kann. 

Das allerdings könnte eine Weile dauern: «Die Rampe muss für circa drei Monate im Bach bleiben, bis sich die Sohle so weit renaturiert hat, dass die Strömung auch ohne Rampe wieder ablöst und die grüne Welle entsteht», erklärt der Strömungsexperte. Ob währenddessen auch schon dort gesurft werden kann, blieb zunächst aber unklar.

Der nötige Antrag für die dreiteilige Rampe sei schon gestellt, der Hauptversuch soll «so bald wie möglich starten – am besten bereits in der kommenden Woche», teilte die Hochschule mit. Zusätzlich zur Rampe sollen dafür zwei Kubikmeter Kies in den Eisbach gekippt werden.

Schäumendes Wasser statt Surfwelle

Seit Wochen wird diskutiert, wie die berühmte Surfwelle am Eisbach im Englischen Garten in München wiederbelebt werden kann. Unbekannten war das in Nacht- und Nebelaktionen mit Hilfe einer selbstgebauten Rampe auch schon kurzfristig gelungen, wie Videos solcher Aktionen auf Instagram zeigten.

Im Oktober war nach Angaben des Baureferats unter anderem das Bachbett von Unrat und Sedimenten befreit worden. Seitdem ist die Welle verschwunden, sie baute sich nicht mehr wie gewohnt auf. Warum das so ist, ist nicht ganz klar.


Bildnachweis: © Malin Wunderlich/dpa
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