Nach dem Zusammenstoß zweier Stadtbahnen in Hannover rechnen die Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra mit einem Schaden fast in Millionenhöhe. «Sehr hoch, sechsstellig», sagte der Sprecher der Üstra dazu der Deutschen Presse-Agentur. Nach ersten Schätzungen könne der Schaden zwischen 800.000 und einer Million Euro liegen. Bei dem Unfall wurden nach Angaben der Polizei Hannover insgesamt 7 Menschen im Alter zwischen 15 und 87 Jahren leicht verletzt. Die Feuerwehr hatte zunächst von 12 Verletzten berichtet, 7 von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser gebracht. Die Leitstelle hatte wegen der hohen Zahl der vom Unfall Betroffenen einen sogenannten Massenanfall von Verletzten ausgelöst. Zum Schweregrad der Verletzungen lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Der Unfall ereignete sich gegen Mittag im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Allerweg. Nach Angaben der Üstra sollten dort eigentlich zwei Bahnen aneinander vorbeifahren - eine stadteinwärts und eine stadtauswärts. «Das hat irgendwie nicht richtig geklappt», sagte der Sprecher. Die genaue Ursache sei noch unklar. Nach Angaben der Polizei soll mutmaßlich eine Weichenfehlstellung zu dem Zusammenstoß geführt haben. Beteiligt waren nach Angaben der Üstra die Linien 3 und 13. Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen entgleisten beide Stadtbahnen. Eine Bahn verkeilte sich demnach teilweise am Hochbahnsteig. Betonplatten wurden hochgedrückt, an einer Bahn waren lange Schleifspuren und gesplitterte Scheiben zu sehen. Die Oberleitung wurde ebenfalls beschädigt. Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich in einer der Bahnen etwa 20 Fahrgäste. Wie viele Menschen insgesamt in beiden Stadtbahnen saßen, war zunächst unklar. Zahlreiche Rettungswagen und Notärzte waren im Einsatz. Einige Verletzte wurden noch vor Ort versorgt, andere in umliegende Kliniken gebracht. Die Bergung der beschädigten Bahnen dürfte sich noch bis in den Abend ziehen. Eine Bahn müsse möglicherweise mit einem Kran angehoben werden, sagte der Üstra-Sprecher. Die andere solle wieder auf die Schienen gesetzt und abgeschleppt werden. «Die Leute haben noch richtig viel zu tun», sagte er. Der Stadtbahnverkehr bleibt rund um den Allerweg massiv beeinträchtigt. Die Linien 3, 7, 13 und 17 sind betroffen, für Teile der Strecke wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Vorerst «geht erst mal gar nichts», sagte der Sprecher mit Blick auf die aufwendigen Bergungsarbeiten. Auch der Strom in dem Bereich muss zeitweise abgeschaltet werden. Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover hat Ermittlungen zur Ursache des Zusammenstoßes aufgenommen.Leitstelle hatte Massenanfall von Verletzten ausgelöst
Schleifspuren und gesplitterte Scheiben
Üstra-Sprecher: «Die Leute haben noch richtig viel zu tun»
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Stadtbahn-Unfall in Hannover – bis zu 1 Million Euro Schaden
Nach dem Zusammenstoß zweier Stadtbahnen in Hannover schätzt die Üstra den Schaden auf bis zu eine Million Euro. Mehrere Menschen werden verletzt, die genaue Ursache ist noch unklar.
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