Von funkelnden Kostümen bis zu mitreißenden Trommelschlägen: Die zwölf Top-Sambaschulen haben zum Abschluss der weltberühmten Umzüge im Sambodrom die Zuschauer begeistert. Bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch (Ortszeit) traten die letzten Gruppen durch das Samba-Stadion mit Platz für mehr als 70.000 Zuschauer auf. Zu den Höhepunkten gehörten Handlungen, die an Persönlichkeiten, kulturelle Traditionen und Geschichten der afrobrasilianischen Bevölkerung erinnerten. Die Mehrheit der Schulen zeigten Elemente aus Religionen afrikanischen Ursprungs. Es gab aber auch einige Ausnahmen: So nahm die Schule «Mocidade Independente de Padre Miguel» die Zuschauer mit auf eine Reise durch den Weltraum. Die Schule «Paraíso do Tuiuti» zeigte eine Darstellung über die erste dokumentierte transsexuelle Frau in Brasilien und machte auf den Kampf gegen die Diskriminierung dieser Menschen aufmerksam. Brasilien ist weltweit das Land mit den meisten Morden an transsexuellen Menschen. Das zeigt eine Statistik der Organisation Transgender Europe, die die weltweite Gewalt gegen diese Menschengruppen dokumentiert. Erstmals sind in diesem Jahr die Top-Schulen auf drei Tage verteilt aufgetreten - nämlich am Sonntag, Montag und Dienstag. So konnten sich mehr Menschen das Spektakel anschauen und die Schulen traten auch länger auf. Am Freitag und Samstag traten in zwei Gruppen die Schulen auf, die sich um den Aufstieg in die Eliteklasse bewerben. Am Mittwoch kürt eine Jury, die wie beim Eiskunstlauf Noten vergibt, die Siegerin. Aber die größte Party der Welt ist damit nicht beendet: Am Samstag ziehen die sechs bestplatzierten Sambaschulen bei der «Parade der Champions» ein letztes Mal durch das Sambodrom. Und auch beim Straßenkarneval sind in vielen Stadtvierteln immer noch Karnevalsgruppen - die sogenannten Blocos - unterwegs. Bereits in den vergangenen Tagen sorgten Hunderte dieser Gruppen für Stimmung auf den Straßen - und das bei Temperaturen von über 30 Grad, denn auf der Südhalbkugel ist derzeit Hochsommer.Top-Schulen treten erstmals an drei Tagen auf
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Spektakel am Zuckerhut: Karnevalsumzüge im Sambodrom in Rio
Exotische Kostüme, aufwendig gestaltete Wagen und mitreißende Samba-Musik: Rios Karneval zeigt sich in vielen Facetten. Und würdigt vor allem die afrobrasilianische Bevölkerung.
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