Ein Schuss auf einen Polizeibeamten, dann stundenlang höchste Anspannung, Ungewissheit und Sorge um drei Kinder in Dortmund: Ein bewaffneter Gewalttäter hat einen Polizisten angeschossen und sich dann mit seinen Kindern in seiner Wohnung verschanzt. Das Gebäude wird von einem enormen Polizeiaufgebot umstellt - überall Blaulicht in der Nacht. Dann, erst gegen 3.30 Uhr, das große Aufatmen: Der Mann gibt nach rund acht Stunden auf. Er verlässt die Wohnung, stellt sich. Die Polizei betreut die Kinder, bis Vertreter des Jugendamts eintreffen. Schon kurz darauf teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit: Eine Mordkommission ist eingerichtet. Gegen den 51-Jährigen wird nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Am Nachmittag entscheidet ein Haftrichter, dass er in Untersuchungshaft genommen wird. Wegen der Schussabgabe gegen den Polizeibeamten habe man Ermittlungen wegen versuchten Totschlags gegen den 51-Jährigen aufgenommen, schilderte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zudem werde dem Mann ein Verstoß gegen das Waffengesetz und gefährliche Körperverletzung vorgehalten. Die Schussweste hat den Beamten laut Ermittlern vor Schlimmerem bewahrt. Der Polizist wurde leicht verletzt. Der Festgenommene sei 2025 bereits wegen Bedrohung verurteilt worden, sagte Staatsanwältin Gülkiz Yazir auf Anfrage. Details nannte sie nicht. Die «Ruhr Nachrichten» hatten zuvor berichtet, dass der Mann vorbestraft sei. Nach Polizeiangaben ist er serbischer Staatsbürger. Was Hintergrund der aktuellen Tat ist, muss noch ermittelt werden. Der Einsatz wegen einer Bedrohungslage begann am Dienstagabend, als sich die Ehefrau des 51-Jährigen per Notruf bei der Polizei meldete und um Hilfe bat. Als die Einsatzkräfte an einem Wohn- und Geschäftsgebäude eintrafen, schoss der Mann mit einer scharfen Pistole auf den Polizisten. Die Einsatzkräfte gaben einen Warnschuss ab. Der Vater verschanzte sich in seiner Wohnung, in der sich auch seine Kinder befanden. Zu deren Alter wurden keine Angaben gemacht. Der Tatverdächtigte ergab sich nach stundenlangen Verhandlungen gegen 3.30 Uhr und ließ sich widerstandslos von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festnehmen. Die Kinder habe er «wohlbehalten» in der Wohnung im Ortsteil Höchsten zurückgelassen. Die Mutter der Kinder sei nicht dort gewesen, sie habe von außerhalb den Notruf gewählt, berichtete die Staatsanwältin. Den Kindern gehe es «so weit gut». Gefahr für Unbeteiligte bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt. Viele Fragen sind noch offen. Der Staatsanwältin zufolge kommen weitere Delikte in Betracht, etwa «Tatvorwürfe betreffend Frau und Kinder». Das müsse aber noch geprüft werden. Das gelte auch für einen Vorfall, über den «Bild» berichtete. Demnach hatte der Tatverdächtige zuvor in einem Restaurant randaliert, Gäste bedroht und Pfefferspray versprüht. Als die Polizei ihn in seinem Auto aufhalten wollte, habe er durch die Scheibe geschossen und einen Beamten getroffen. Yazir sagte dazu: «Auch das ist Gegenstand der Ermittlungen.»Polizist dank Schussweste nur leicht verletzt
Der Tatverdächtige ist vorbestraft
Nach stundenlangem Bangen erfolgte Festnahme
Staatsanwaltschaft: Weitere Delikte werden geprüft
Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
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Drama in Dortmund: U-Haft nach Schuss auf Polizisten
Ein 51-Jähriger verletzt in Dortmund einen Polizisten. Danach verschanzt er sich in einer Wohnung, auch seine drei Kinder sind dort. Nach acht Stunden gibt der Mann auf. Er kommt in Untersuchungshaft.
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