26. September 2025 / Aus aller Welt

Schwedische Behörde verzweifelt an Nutella-Lagerfund

Ob der, die oder das Nutella richtig ist, ist schon eine schwierige Grundsatzfrage. Aber was macht man, wenn man über 2.000 Gläser zu viel hat - und die nicht wegwerfen darf?

Die Behörde kann über 2.000 Nutella-Gläser nicht einfach so entsorgen.
Veröffentlicht am 26. September 2025 um 14:35 Uhr von dpa

Wie lange würde es wohl dauern, den Inhalt von 2.260 Gläsern Nutella zu essen? Und wie viele Menschen bräuchte es dafür? Die Umweltbehörde der schwedischen Stadt Malmö beschäftigt sich seit Monaten mit Fragen wie diesen. Denn nach einem Zufallsfund in einem Lagerhaus stehen die über 2.000 Nougatcremegläser auf einer Palette herum - und dürfen weder verkauft noch einfach so entsorgt werden.

Die Stadt bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Sydsvenskan». Die Gläser waren bereits im vergangenen Sommer gefunden worden, als Lebensmittelinspektoren in dem Lagerhaus eigentlich etwas ganz anderes prüfen wollten. Da die Nutella-Gläser nicht zurückverfolgt werden konnten, durften sie nicht verkauft werden. Und wegwerfen? Da wird es jetzt politisch.

Wer löffelt die Gläser aus?

Seit Anfang 2024 schreibt demnach ein Gesetz in Schweden vor, dass bei den meisten Lebensmitteln vor der Entsorgung der Verpackung der Inhalt entfernt werden muss. Und wer schon mal versucht hat, ein Glas cremiger Nutella schnell zu leeren, weiß, wie mühsam das sein kann. Die Behörde habe «weder die Voraussetzungen noch die Räumlichkeiten, um diese Trennung vorzunehmen», sagte Arvid Nordland, Leiter der Umweltverwaltung, zu «Sydsvenskan».

Die Behörde versucht jetzt, bei der Regierung eine Überarbeitung der Gesetzgebung zu erreichen. Eine Ausnahmegenehmigung ist laut Nordland in diesem Fall nicht der richtige Weg - die müsse sich die Umweltverwaltung dann selbst erteilen, was auch nicht ginge.


Bildnachweis: © -/Stadt Malmö/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kinder erobern das neue "Entenei" im Grünen Winkel - Offizielle Einweihung zieht bei bestem Wetter zahlreiche Familien zur XXL-Ente
Stadt Lippstadt

Lippstadt. "Ente gut, alles gut": Im Grünen Winkel feierten am vergangenen Samstag zahlreiche Kinder ausgelassen und in...

weiterlesen...
Kampfmittelverdacht in Lipperbruch
Stadt Lippstadt

Lippstadt. In Lipperbruch wurden im Zuge geplanter Baumaßnahmen drei Kampfmittelverdachtspunkte näher untersucht....

weiterlesen...
Lippstädter Eugen Boger sammelt für mögliche Herztherapie
Lokalnachrichten aus Lippstadt

Eugen Boger aus Lippstadt ist schwer herzkrank. Für eine mögliche Therapie sammelt er Geld über eine Online-Kampagne.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hantavirus: Vier Schiffspassagiere nach Deutschland gebracht
Aus aller Welt

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.

weiterlesen...
Vier Deutsche bei Flugzeugabsturz in Namibia getötet
Aus aller Welt

Eine kleine Gruppe deutscher Touristen wollte Namibias berühmte rote Sanddünen besuchen. Die Reise endete für sie tödlich.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hantavirus: Vier Schiffspassagiere nach Deutschland gebracht
Aus aller Welt

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.

weiterlesen...
Vier Deutsche bei Flugzeugabsturz in Namibia getötet
Aus aller Welt

Eine kleine Gruppe deutscher Touristen wollte Namibias berühmte rote Sanddünen besuchen. Die Reise endete für sie tödlich.

weiterlesen...