8. April 2026 / Aus aller Welt

Rekordfund in Rio: Fast 50 Tonnen Marihuana

Ein unscheinbarer Bau entpuppt sich als Drogenlager historischen Ausmaßes. Die Polizei spricht von der größten Beschlagnahmung des Landes.

Fast 50 Tonnen Marihuana hat die Polizei in der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro sichergestellt.
Veröffentlicht am 8. April 2026 um 21:48 Uhr von dpa

Fast 50 Tonnen Marihuana hat die Polizei in der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro sichergestellt und damit nach eigenen Angaben den größten Drogenfund in der Geschichte Brasiliens gemacht. «Beeindruckend, eine historische Beschlagnahmung, die größte Brasiliens», sagte der Kommandeur der Hundestaffel der Militärpolizei, Oberstleutnant Luciano Pedro, dem Nachrichtenportal «G1».

Rund 48 Tonnen der Droge wurden demnach auf der Dachfläche eines verlassenen Baus im Complexo da Maré entdeckt, einem Verbund mehrerer Favelas im Norden der Stadt. Das Versteck sei dank des Einsatzes von Spürhunden aufgespürt worden, erklärte Pedro. «Sie sind genau dafür trainiert, in jeder Umgebung diese Geruchspartikel der Droge zu erkennen und die Streife zu alarmieren.»

Millionenverlust für organisierte Kriminalität

Der sichergestellte Drogenbestand wird von der Polizei auf einen Wert von umgerechnet rund 50 Millionen Real (etwa 8,4 Millionen Euro) geschätzt. Nach Behördenangaben bedeutet der Fund einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust für die organisierte Kriminalität.

An der mehrstündigen Operation waren mehr als 250 Beamte beteiligt. Der Abtransport der Drogen dauerte rund fünf Stunden und erforderte mehrere Lastwagen. Neben dem Marihuana stellten die Einsatzkräfte auch mehrere Gewehre und Pistolen sicher.

Brasilien gilt als einer der größten Konsummärkte für Cannabis in Südamerika, während ein erheblicher Teil der Ware aus dem Nachbarland Paraguay stammt und über Landrouten eingeschmuggelt wird. Kriminelle Gruppen organisieren den Handel meist dezentral, wodurch große Lagerfunde vergleichsweise selten sind.


Bildnachweis: © -/ASCOM PMERJ/dpa
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