5. August 2026 / Aus aller Welt

Ranger stirbt nach mutmaßlichem Tigerangriff in Thailand

Thailand feiert Erfolge beim Schutz seiner Tiger. Doch im wichtigsten Rückzugsgebiet des Landes stirbt ein Ranger nach einem Angriff. Die Behörden finden Pfotenabdrücke einer Raubkatze.

Indochinesische Tiger sind in freier Wildbahn sehr selten geworden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 5. August 2026 um 07:50 Uhr von dpa

In einem der bedeutendsten Tigerreservate Asiens ist ein Wildhüter vermutlich von einer der streng geschützten Raubkatzen angegriffen und getötet worden. Der Ranger sei am Morgen im Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng im Westen von Thailand leblos aufgefunden worden, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» unter Berufung auf die Nationalparkbehörde. Nach ersten Erkenntnissen gehen Experten davon aus, dass der Mann in der Nähe seiner Unterkunft von einem Tiger attackiert wurde.

Der 37-Jährige war zuvor als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht zu einem Einsatz zur Vorbereitung eines Jugendcamps erschienen war. In seiner Unterkunft fanden Kollegen sein Handy und persönliche Gegenstände sowie Spuren eines Tierangriffs. Die Leiche lag rund 200 Meter entfernt an einem Bach. In der Nähe entdeckten die Ermittler frische Abdrücke von Tigerpfoten.

Thailands Umweltminister Suchart Chomklin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er ordnete eine Untersuchung des Vorfalls sowie eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen für Ranger an.

Thailand meldet Zunahme der Tiger-Zahlen

Das Huai Kha Khaeng Wildlife Sanctuary liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Bangkok und gehört seit 1991 zum Unesco-Weltnaturerbe. Gemeinsam mit benachbarten Schutzgebieten bildet es eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Südostasiens und gilt als wichtigste Hochburg des stark gefährdeten Indochinesischen Tigers in Thailand. 

Nach jüngsten Angaben der Nationalparkbehörde leben heute wieder zwischen 210 und 257 Tiger in den Wäldern des Landes – deutlich mehr als in den vergangenen Jahrzehnten. Als größte Bedrohungen gelten weiterhin Wilderei und der Verlust des Lebensraums. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Indochinesische Tiger (Panthera tigris corbetti) als «stark gefährdet» geführt.


Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kreative Aktion zur Sonnenfinsternis - Familienbüro lädt Kinder zum Basteln ein
Stadt Lippstadt

Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...

weiterlesen...
100 Jahre Herbstwoche: Attraktive Fahrgeschäfte sorgen vom 16. bis 25. Oktober für Kirmesvergnügen
Stadt Lippstadt

Die Vorfreude wächst: Die Herbstwoche feiert vom 16. bis 25. Oktober ihr 100-jähriges Bestehen. Jetzt stehen auch die...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Neuer Vorfall nach Vietnam-Boeing - A380 setzt zu früh auf
Aus aller Welt

Zwei Zwischenfälle in kurzer Zeit auf derselben Landebahn am Münchner Flughafen: Wie reagieren Airlines und Behörden auf die aktuellen Ereignisse? Viele Fragen sind offen.

weiterlesen...
Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Aus aller Welt

Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Neuer Vorfall nach Vietnam-Boeing - A380 setzt zu früh auf
Aus aller Welt

Zwei Zwischenfälle in kurzer Zeit auf derselben Landebahn am Münchner Flughafen: Wie reagieren Airlines und Behörden auf die aktuellen Ereignisse? Viele Fragen sind offen.

weiterlesen...
Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Aus aller Welt

Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.

weiterlesen...