Nach der Sicherstellung einer verdächtigen Substanz im DHL-Paketzustellzentrum im mecklenburgischen Leizen hat die Polizei Entwarnung gegeben. Bei dem Stoff handele es sich nicht, wie zunächst vermutet, um Quecksilber, teilte die Polizei mit. Das Zustellzentrum sei wieder freigegeben worden. «Weitere strafrechtliche Ermittlungen ergeben sich nach aktuellem Stand nicht.» Eine Laboranalyse habe ergeben, dass es sich um das ungefährliche Galinstan handele. Dies sei eine quecksilberfreie Metalllegierung, die unter anderem als Ersatzstoff für Quecksilber verwendet werde. Nach derzeitigem Stand sei eine Bestellung von Galinstan während des Transport- beziehungsweise Zustellvorgangs beschädigt worden. Dadurch sei es zur Verunreinigung weiterer Pakete gekommen. Das Zustellzentrum war zeitweise gesperrt worden. Spezialkräfte und Feuerwehr sicherten die Substanz, von der vermutet worden war, es könne sich um einen Gefahrenstoff handeln. Der Stoff war früheren Angaben zufolge im Zustellzentrum, im Zustellerfahrzeug und auch in den privaten Räumen einer Zustellerin gesichert worden. Die 50 Jahre alte Mitarbeiterin hatte sich am Dienstag an die Polizei gewandt, nachdem sie körperliche Beschwerden verspürt hatte, die einer Vergiftungserscheinung ähnelten. Die Symptome könnten auf Quecksilber deuten, sagte ein Polizeisprecher. Das hochgiftige Schwermetall Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. Am Wochenende war in Neustadt-Glewe - ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern - eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine der Bewohnerinnen habe online Blumen bestellt, in der Lieferung sei der gefährliche Stoff entdeckt worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Zwei Bewohnerinnen wurden ärztlich behandelt.Quecksilberfund am Wochenende
Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Entwarnung nach Quecksilberverdacht: DHL-Zentrum wieder frei
Nach dem Verdacht, das giftige Schwermetall Quecksilber sei in einem Zustellzentrum gefunden worden, gibt es nun Entwarnung. Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen gibt es laut Polizei nicht.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
- 2. Oktober 2026
Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt
Eine 16-Jährige bricht während des Unterrichts zusammen und stirbt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln zur Todesursache.
- 28. September 2026
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".
Neueste Artikel
- 17. Oktober 2026
Messerangriff im Seniorenheim: Verdächtiger saß im Rollstuhl
Ein 72-jähriger Bewohner soll in einem Seniorenheim im Münsterland mehrere Frauen mit einem Messer angegriffen haben. Eine starb. Die Ermittler versuchen, Antworten zu finden.
- 17. Oktober 2026
Berichte: 17 Tote bei Massenpanik in Indien
Während des Hindu-Fests Durga Puja strömen viele Menschen zu einem Pavillon in Kolkata. Am Ausgang kommt es zum tödlichen Gedränge.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. Oktober 2026
Messerangriff im Seniorenheim: Verdächtiger saß im Rollstuhl
Ein 72-jähriger Bewohner soll in einem Seniorenheim im Münsterland mehrere Frauen mit einem Messer angegriffen haben. Eine starb. Die Ermittler versuchen, Antworten zu finden.
- 17. Oktober 2026
Berichte: 17 Tote bei Massenpanik in Indien
Während des Hindu-Fests Durga Puja strömen viele Menschen zu einem Pavillon in Kolkata. Am Ausgang kommt es zum tödlichen Gedränge.

