21. August 2026 / Aus aller Welt

Prozess verloren: Millionenrechnung für Prinz Harry und Co.

Trotz emotionaler Aussage im Kreuzverhör: Nach ihrer Niederlage im Bespitzelungsprozess gegen den Verlag der «Daily Mail» werden Harry, Elton John und ihre Mitstreiter kräftig zur Kasse gebeten.

Prinz Harry und Co. verloren den Prozess und müssen nun zahlen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 21. August 2026 um 17:25 Uhr von dpa

Der britische Prinz Harry (41), Popstar Elton John (79) und weitere Mitstreiter müssen für den verlorenen Zivilprozess gegen den Verlag der Boulevardzeitung «Daily Mail» eine millionenschwere Rechnung begleichen. Wie das zuständige Gericht in London entschied, belaufen sich die zu erstattenden Kosten der Gegenseite vorläufig auf umgerechnet etwa 11 Millionen Euro (9,5 Millionen Pfund). Die endgültige Rechnung könnte nach Einschätzung von Experten jedoch noch deutlich höher ausfallen. 

Für Harry, der mit seiner Frau Herzogin Meghan und den beiden Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) kurz vor dem Umzug nach Großbritannien steht, ist das kein guter Auftakt für das Leben in der alten Heimat.

Sieben Prominente hatten in dem Prozess gegen Associated Newspapers Limited (ANL) wegen angeblich illegaler Recherchemethoden geklagt - und verloren. Der Verlag wies die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurück. Der Richter gab den Beklagten recht, die Vorwürfe seien nicht ausreichend belegt worden, entschied er, nachdem sowohl Harry als auch Elton John und andere ausgesagt hatten. 

Emotionale Aussagen - doch zu wenig Beweise

Konkret ging es etwa um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente. Harry war im Januar zum Kreuzverhör nach London gekommen. Dabei wurde es teils auch emotional: Zum Schluss der Aussage brach dem Prinzen die Stimme, als er über die Presse sagte: «Sie haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren.»

Prinz Harry führt seit Jahren einen regelrechten Kreuzzug gegen die «Tabloid Press», wie die britische Boulevardpresse genannt wird. Bei Zivilklagen gegen den Verlag des «Daily Mirror» und der «Sun» hatte er mehr Erfolg.

Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) löste sich 2020 aus dem inneren Kreis der Royals und zog mit seiner Frau Meghan (45) in die USA. Doch dies ist nun Geschichte: Mehr als sechs Jahre nach dem Bruch mit der Königsfamilie kehren Harry und Meghan nach Großbritannien zurück, wie am Mittwochabend bekannt wurde. Die Nachricht war in britischen Medien wie eine Bombe eingeschlagen.

Noch in diesem Monat sollen die beiden mit ihren beiden Kindern zurückkehren und schließlich außerhalb von London leben. Die für wenig Zurückhaltung bekannte britische Presse dürfte den Umzug in bekannter Manier auf Schritt und Tritt verfolgen, was zum Anlass für neuen Ärger mit dem Herzog und der Herzogin von Sussex werden könnte.


Bildnachweis: © Aaron Chown/PA Wire/dpa
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