Im Fall des tödlichen Verbrechens am 14-jährigen Yosef in Dormagen gibt es keine Hinweise auf Mittäter des 12 Jahre alten Tatverdächtigen. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Sie warnen vor Verleumdungen. Insbesondere in den sozialen Medien gebe es Diskussionen zu möglichen Mittätern und Personen würden namentlich angeschuldigt, hieß es von den Ermittlungsbehörden. Diese Spekulationen seien haltlos. Falsche Verdächtigungen und Verleumdungen seien Straftaten, betonte die Polizei. Strafrechtlich relevante Inhalte in den sozialen Medien werden demnach konsequent verfolgt und können juristische Folgen nach sich ziehen. Am Freitag hatte die Polizei bekanntgegeben, dass das Verbrechen aufgeklärt werden konnte und ein Kind den 14-Jährigen getötet haben soll. Der 12-jährige strafunmündige deutsche Junge befinde sich in der Obhut des Jugendamtes. Die Leiche des 14-Jährigen war Ende Januar an einem See in Dormagen von einem Spaziergänger gefunden worden. Die Obduktion hatte ergeben, dass der Junge an Stich- und Schnittverletzungen starb. Nach der bewegenden Trauerfeier für den getöteten 14-jährigen Yosef in Dormagen kommen am Dienstag in der betroffenen Schule die Schüler wieder zum Unterricht zusammen. «Es gibt ein vielfältiges Betreuungsangebot, um niemanden alleine zu lassen», sagte ein Sprecher der Stadt. Das Aufarbeiten der Geschehnisse werde ein länger andauernder Prozess sein, bei dem die Schulgemeinde begleitet werde. Am Freitag hatten an der Trauerfeier für den Jungen rund 800 Menschen teilgenommen. Zum Wochenbeginn stand in Dormagen an allen weiterführenden Schulen ohnehin kein Unterricht auf dem Plan. Wegen Fortbildung der Lehrkräfte wurde laut Stadt ein beweglicher Ferientag angesetzt. Das galt auch für die betroffene Schule. Seit dem Bekanntwerden des Tötungsdelikts seien Schulpsychologen an der Schule im Einsatz, erklärte das Schulministerium. Darüber hinaus sollen weitere Schulpsychologen für diese Woche hinzugezogen werden. Die betroffene Schule werde von einem Schulpsychologen-Team so lange wie nötig begleitet und unterstützt, sagte NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU).Unterricht mit Hilfsangeboten
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Polizei: Keine Hinweise auf Mittäter des verdächtigen Kindes
Nach dem gewaltsamen Tod eines 14-Jährigen gibt es Spekulationen über mögliche Mittäter des Verdächtigen. Die Behörden mahnen, Abstand von Vorverurteilungen und falschen Verdächtigungen zu nehmen.
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