12. September 2026 / Aus aller Welt

Niedriger Pegelstand setzt Bodensee zu

Am Bodensee zeigt sich das Niedrigwasser besonders in Häfen und flachen Uferbereichen. Was das für Urlauber und Schiffsverkehr bedeutet.

Das Niedrigwasser ist Folge der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Monate.
Veröffentlicht am 12. September 2026 um 17:11 Uhr von dpa

Trotz der Regenfälle der letzten Wochen ist der Bodensee weiterhin ungewöhnlich leer. Wegen des niedrigen Wasserstandes liegen an Ufern und in Häfen Flächen trocken und Boote kommen schlechter ins Wasser. Besonders deutlich zeigt sich die Situation am Untersee rund um Radolfzell und die Gemeinde Moos im Landkreis Konstanz.

Am Pegel Konstanz wurden zuletzt 266 Zentimeter gemessen. Der Wasserstand lag unter dem bisherigen historischen Tiefstwert etwa für den 8. September von 277 Zentimetern aus dem Jahr 2003.

Die Folgen sind vor allem an flachen Stellen sichtbar. Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) warnen zudem vor Einschränkungen und Verspätungen im Schiffsverkehr. «Noch nie war der Sommer-Pegelstand des Bodensees so niedrig wie in diesem Jahr», schrieben die BSB auf ihrer Webseite. 

Für die ungewöhnliche Situation gibt es mehrere Gründe. Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) fehlte nach einem schneearmen Winter das Schmelzwasser aus den Alpen. Dazu kamen seit Monaten zu geringe Niederschläge und eine hohe Verdunstung während des warmen Sommers.

Kommt bald der Regen?

Eine schnelle Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist in den kommenden Tagen nur zeitweise mit Niederschlägen zu rechnen. «Viel wird es nicht sein, was da zusammenkommen wird», sagte ein DWD-Meteorologe. Es werde das Defizit der letzten Monate sicher nicht ausgleichen können. 

Die Internationale Bodensee Tourismus GmbH betonte, dass der See auch bei niedrigem Wasserstand ein attraktives Reiseziel bleibe. Wer eine Schifffahrt, einen Ausflug mit dem eigenen Boot oder Wassersportaktivitäten plane, solle sich aber vor Ort lieber bei den jeweiligen Betreibern über mögliche Einschränkungen an einzelnen Anlegestellen oder in flacheren Uferbereichen informieren.


Bildnachweis: © Marius Bulling/onw-images/dpa
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