1. März 2025 / Aus aller Welt

Nach Schüssen vor Gericht soll eine Frau zum Haftrichter

Durch Schüsse vor dem Landgericht Bielefeld sind vier Personen verletzt worden. Ein Tatverdächtiger sitzt in U-Haft. Die Ermittler wollen jetzt auch eine Frau dem Haftrichter vorführen.

Justizbeamte stehen im Innenhof des Amtsgerichts Bielefeld. Dort in der Nähe fielen am Mittwoch Schüsse. (Archivbild)
Veröffentlicht am 1. März 2025 um 12:25 Uhr von dpa

Nach den Schüssen in der Nähe des Landgerichts Bielefeld soll eine weitere mutmaßlich beteiligte Person dem Haftrichter vorgeführt werden. Eine Frau, nach der gefahndet worden sei, habe sich in der Nacht gestellt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Sie befinde sich in Gewahrsam und werde im Tagesverlauf dem Haftrichter vorgeführt. 

Nähere Angaben, welche Rolle die Frau gespielt haben soll, machte die Polizei zunächst nicht. Die genaue Tatbeteiligung der Frau werde geprüft, hieß es. Zuvor hatte das «Westfalen-Blatt» berichtet, dass eine Frau gesucht werde. 

Bislang sitzt nach den Schüssen von Mittwoch ein 40 Jahre alter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Ein Richter hatte Haftbefehl wegen vierfachen versuchten Mordes in Vollzug gesetzt. Der beschuldigte Deutsch-Serbe hatte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert, wie die Behörden mitgeteilt hatten.

Am Mittwoch waren nach einer Verhandlung, bei der es um die Tötung eines Profiboxers ging, Schüsse in der Nähe des Gerichtsgebäudes in Bielefeld gefallen. Dabei wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft vier Männer verletzt. Unter ihnen befinden sich demnach der 63 Jahre alte Vater und der Bruder des Mannes, der als mutmaßlicher Mörder des Profiboxers vor Gericht steht.

Bei dem Tatverdächtigen, der in U-Haft sitzt, handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen Bruder des getöteten Profiboxers. Er hatte sich am späten Donnerstagabend in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei gestellt. Zum möglichen Motiv der Tat machten die Ermittler keine Angaben.


Bildnachweis: © Guido Kirchner/dpa
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