3. November 2025 / Aus aller Welt

Mittelalterlicher Turm in Rom stürzt ein – ein Verletzter

Ein lauter Knall und eine riesige Staubwolke: Ein Teil des historischen Turms Torre dei Conti in Rom stürzt bei der Renovierung ein. Es gibt einen Verletzten, ein weiterer Mensch ist noch verschüttet.

In Rom sind Teile eines mittelalterlichen Turms eingestürzt.
Veröffentlicht am 3. November 2025 um 15:51 Uhr von dpa

Im Zentrum Roms ist ein Teil eines mittelalterlichen Turms eingestürzt. Der Torre dei Conti liegt in der Nähe der bei Touristen beliebten Ausgrabungsstätten der Kaiserforen und des Kolosseums und befindet sich derzeit in Renovierung. Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, wurde bei dem Einsturz in der italienischen Hauptstadt ein Mensch schwer verletzt.

Bei dem Verletzten handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Bauarbeiter. Drei weitere Arbeiter waren zunächst auf der oberen Ebene eingeschlossen, konnten jedoch mit einer Drehleiter gerettet werden. Im Innern des Gebäudes ist noch ein weiterer Bauarbeiter eingeschlossen.

Der Mann gebe Lebenszeichen von sich, sagte der Präfekt von Rom, Lamberto Giannini, vor Journalisten. Die Rettungsaktion sei jedoch eine «komplexe Operation». Die Gefahr eines weiteren Einsturzes sei sehr hoch, sagte Giannini.

Lauter Knall und große Staubwolke

Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall und anschließend von einer Staubwolke in den engen Straßen rund um die Gegend. Feuerwehr und Polizei sperrten umgehend nach dem Teileinsturz den gesamten Bereich für Fußgänger und Autos, um Sicherungsarbeiten der Einsatzkräfte zu ermöglichen.

Noch während des Einsatzes der Feuerwehr stürzte ein weiterer Teil des Turms ein und löste eine Staubwolke aus. Die Feuerwehrleute auf einer Drehleiter konnten rechtzeitig absteigen und sich in Sicherheit bringen, hieß es.

Historischer Turm im 13. Jahrhundert errichtet

Der Torre dei Conti wurde im 13. Jahrhundert während des Pontifikats von Papst Innozenz III. errichtet. Der Turm, der heute 29 Meter hoch ist, war einst etwa 50 bis 60 Meter hoch. Die oberen Stockwerke wurden jedoch durch eine Reihe von Erdbeben im 14. und 17. Jahrhundert beschädigt und später abgetragen. Seit geraumer Zeit ist das Gebäude unbewohnbar und verlassen.


Bildnachweis: © Mauro Scrobogna/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Aus aller Welt

Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.

weiterlesen...
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Lokalnachrichten Lippstadt

Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".

weiterlesen...
Neue Bauordnung NRW: Was Bauherren in Lippstadt jetzt wissen müssen
Politik & Rathaus

Seit dem 1. September gilt in NRW eine neue Bauordnung: kürzere Fristen, Bauantrag nur noch digital, Dachausbau oft ohne Genehmigung.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Jugendwort 2026: Daubner-Video sorgt für Spekulationen
Aus aller Welt

Jugendliche wählen Jahr für Jahr ihr Lieblingswort. Am Samstag wird der aktuelle Gewinner gekürt. Doch vorab sorgt ein Video im Netz für Wirbel.

weiterlesen...
Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Aus aller Welt

Am früheren Checkpoint Charlie in Berlin sind historische Spuren der DDR-Grenzanlage freigelegt worden. Die Funde könnten künftig helfen, die Geschichte des Ortes anschaulicher zu vermitteln.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Jugendwort 2026: Daubner-Video sorgt für Spekulationen
Aus aller Welt

Jugendliche wählen Jahr für Jahr ihr Lieblingswort. Am Samstag wird der aktuelle Gewinner gekürt. Doch vorab sorgt ein Video im Netz für Wirbel.

weiterlesen...
Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Aus aller Welt

Am früheren Checkpoint Charlie in Berlin sind historische Spuren der DDR-Grenzanlage freigelegt worden. Die Funde könnten künftig helfen, die Geschichte des Ortes anschaulicher zu vermitteln.

weiterlesen...