29. April 2025 / Aus aller Welt

Mindestens 22 Tote bei Restaurantbrand in China

Ein Feuer fordert zahlreiche Tote in einem Restaurant in Nordostchina. Chinas Präsident will schnelle Aufklärung. Der Brand kommt vor einer wichtigen Reisezeit in China.

In Nordostchina starben zahlreiche Menschen durch einen Restaurantbrand. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 29. April 2025 um 15:21 Uhr von dpa

Mindestens 22 Menschen sind bei einem Brand in einem Restaurant in Nordostchina ums Leben gekommen. Weitere drei Menschen wurden bei dem Feuer in der Stadt Liaoyang verletzt, berichtete das chinesische Staatsfernsehen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping wies während seiner Inspektionsreise in Shanghai die Rettungskräfte an, alles zu unternehmen, um die Verletzten zu behandeln und sich um die Familienangehörigen der Opfer zu kümmern.

Wie später bekannt wurde, nahm die Polizei den verantwortlichen Besitzer des Restaurants fest. Das Feuer war zuvor laut chinesischen Staatsmedien um die Mittagszeit (Ortszeit) ausgebrochen. Zur Brandursache lagen zunächst keine Angaben vor. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein, für die der Katastrophenschutz laut Staatsmedien eine Arbeitsgruppe entsandte. Mit dem Staatsrat - dem Regierungskabinett Chinas - überwachte demnach zudem die höchste Stelle im Land die Unfallermittlungen.

Augenzeugen berichten von Brand

Augenzeugen zufolge hatte zunächst die Fassade des Gebäudes Feuer gefangen, wie die staatliche Zeitung «Beijing Daily» berichtete. Ein Mensch habe noch erfolglos versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, doch starker Winde hätten das Feuer in den Innenraum getrieben. Laut chinesischem Staatsfernsehen waren 85 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz.

In China kommt es immer wieder zu Gebäudebränden, oft weil Sicherheitsvorgaben nicht eingehalten wurden. Liaoyang liegt südlich der Großstadt Shenyang in der Provinz Liaoning. Laut offiziellen Angaben leben in der Stadt und ihrer dazugehörigen Umgebung rund 1,83 Millionen Menschen.

Brand vor wichtiger Reisezeit

Die Nachricht über das tödliche Feuer erreicht China vor den Feiertagen um den Tag der Arbeit am 1. Mai, einer Zeit, in der die Menschen in der Volksrepublik oft verreisen. Xi ordnete an, so schnell wie möglich die Brandursache zu klären. Zudem forderte der chinesische Präsident von allen Regionen wegen der anstehenden Reisezeit, für Sicherheit zu sorgen und Gefahren vorzubeugen.


Bildnachweis: © Johannes Neudecker/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kreative Aktion zur Sonnenfinsternis - Familienbüro lädt Kinder zum Basteln ein
Stadt Lippstadt

Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...

weiterlesen...
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Kreis Soest

Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
Aus aller Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
Aus aller Welt

In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
Aus aller Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
Aus aller Welt

In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

weiterlesen...