2. Mai 2026 / Aus aller Welt

Mehrere Wald- und Vegetationsbrände fordern Einsatzkräfte

Trockenheit und Wind erschweren den Kampf gegen Waldbrände in mehreren Regionen. Besonders in Brandenburg ist die Lage angespannt – dort behindert Munition im Boden die Löscharbeiten.

Bei Friesenhagen kämpften zeitweise mehr als 400 Kräfte gegen die Flammen.
Veröffentlicht am 2. Mai 2026 um 19:21 Uhr von dpa

Etliche Wald- und Vegetationsbränden haben am verlängerten Maiwochenende Einsatzkräfte der Feuerwehr in mehreren Bundesländern sowie in den Niederlanden beschäftigt. Begünstigt durch Trockenheit und mitunter starken Wind breiteten sich die Feuer teils rasch aus. 

In Brandenburg brennt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog die bislang größte Waldfläche der Saison. Mehr als 30 Hektar sind betroffen. Wegen im Boden liegender Munition gestaltet sich die Brandbekämpfung schwierig, direkte Löscharbeiten sind nur eingeschränkt möglich. Immer wieder kommt es zu Detonationen. Einsatzkräfte setzen auf Schutzstreifen, um das Feuer einzudämmen. Eine Ausbreitung über mehrere Tage hinweg gilt als möglich. 

Brände auch in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz 

Auch in Nordrhein-Westfalen kam es zu mehreren Bränden. Im Sauerland bei Attendorn sowie in Werdohl standen Wald- und Hangflächen in Flammen, zeitweise rückten mehrere hundert Feuerwehrleute aus. In Werdohl näherten sich die Flammen einer Wohnsiedlung, konnten jedoch gestoppt werden. Ein weiterer, kleinerer Brand in Köln-Dellbrück war nach wenigen Stunden gelöscht. Drohnen und teils auch Hubschrauber unterstützten die Einsätze. 

In Hessen flammte ein Brand nahe Romrod erneut auf, nachdem er zunächst gelöscht worden war. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften Glutnester auf etwa einem Hektar Fläche. Zeitweise mussten wichtige Verkehrsverbindungen wegen Rauchentwicklung gesperrt werden. Als mögliche Ursache wird fahrlässige Brandstiftung geprüft. 

Ein größerer Einsatz lief auch in Rheinland-Pfalz bei Friesenhagen. Auf rund vier Hektar in steilem Gelände kämpften zeitweise mehr als 400 Kräfte gegen die Flammen. Der Brand konnte unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch aufwendig, da zahlreiche Glutnester händisch beseitigt werden mussten. 

Internationaler Einsatz in den Niederlanden 

Unterdessen stehen die internationalen Löscharbeiten bei großflächigen Vegetationsbränden in den Niederlanden kurz vor dem Abschluss. Westlich von Weert konnten Einsatzkräfte aus mehreren Ländern, darunter Deutschland und Frankreich, die Feuer weitgehend eindämmen. Der Einsatz der beiden internationalen Einheiten sollte am Samstagabend enden; die Feuerwehreinheiten aus Nordrhein-Westfalen sollen am Sonntag nach Hause zurückkehren. Die Nachlöscharbeiten übernehmen lokale Kräfte. 

Verletzt wurde bei den Einsätzen nach bisherigen Angaben niemand. In vielen Regionen bleibt die Waldbrandgefahr aufgrund anhaltender Trockenheit erhöht.


Bildnachweis: © Sascha Ditscher/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Aus aller Welt

Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.

weiterlesen...
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Lokalnachrichten Lippstadt

Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".

weiterlesen...
Neue Bauordnung NRW: Was Bauherren in Lippstadt jetzt wissen müssen
Politik & Rathaus

Seit dem 1. September gilt in NRW eine neue Bauordnung: kürzere Fristen, Bauantrag nur noch digital, Dachausbau oft ohne Genehmigung.

weiterlesen...

Neueste Artikel

 Verkehrskontrollen im Stadtgebiet Soest - Polizei zieht Bilanz
Polizeimeldung

Soest (ots) - Am Mittwoch (07.10.2026) führte die Polizei Soest einen Schwerpunkteinsatz Verkehr durch. Kontrolliert...

weiterlesen...
Streift ein Puma durch Oberbayern? Was bisher bekannt ist
Aus aller Welt

Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Nach einer möglichen Raubkatzen-Sichtung rufen Behörden nahe dem Münchner Flughafen zur Vorsicht auf. Was ist da unterwegs - und warum?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Streift ein Puma durch Oberbayern? Was bisher bekannt ist
Aus aller Welt

Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Nach einer möglichen Raubkatzen-Sichtung rufen Behörden nahe dem Münchner Flughafen zur Vorsicht auf. Was ist da unterwegs - und warum?

weiterlesen...
Viele Hinweise zu Mord an «Bierkönig»-Gründer auf Mallorca
Aus aller Welt

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Manfred Meisel kommt Bewegung in den Fall. Mehrere Zeugen meldeten sich, nachdem die Sendung «Aktenzeichen XY… International» die Tat aufgegriffen hat.

weiterlesen...