2. August 2025 / Aus aller Welt

Mehr als 1.000 illegale Bergleute festgenommen

In Südafrika sind erneut im Rahmen einer Operation für mehr Sicherheit im Land mindestens 1.000 Bergleute aus Schächten geholt worden.

Hunderte illegale Bergleute sind in einer Mine in der südafrikanischen Stadt Barberton festgenommen worden.
Veröffentlicht am 2. August 2025 um 00:33 Uhr von dpa

Bei einem Einsatz in Südafrika hat die Polizei am Freitag mehr als 1.000 Menschen festgenommen, die illegal in einer stillgelegten Mine nach Gold gesucht hatten. Die Bergleute wurden in der Stadt Barberton in der nordöstlichen Provinz Mpumalanga aus unterirdischen Schächten geholt, nachdem ihnen laut Polizei die Versorgung abgeschnitten worden war.

Polizeisprecher Donald Mdhluli sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei mit weiteren Festnahmen zu rechnen. Noch befänden sich zahlreiche Personen in der Tiefe.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um sogenannte Zama Zamas - Menschen, die in vielen Fällen versuchen, durch informellen oder illegalen Bergbau ihren Lebensunterhalt zu verdienen. 

Der Einsatz ist Teil der landesweiten Operation «Vala Umgodi» (auf Deutsch übersetzt aus Zulu: «Das Loch schließen»). Sie wurde 2023 gestartet, um illegale Bergbautätigkeiten und damit verbundene Straftaten wie Schmuggel, Menschenhandel und Umweltzerstörung einzudämmen.

Nach Schätzungen der südafrikanischen Regierung entstehen dem Land durch den illegalen Bergbau jährlich wirtschaftliche Schäden von mehr als zwei Milliarden Euro, unter anderem durch entgangene Steuereinnahmen, beschädigte Infrastruktur und wachsende Sicherheitsrisiken. 

Anfang 2024 kamen bei einem ähnlichen Polizeieinsatz an einer stillgelegten Goldmine in Stilfontein über 80 Menschen ums Leben. Damals hatten die Bergarbeiter aus Angst vor einer Verhaftung wochenlang in den Schächten ausgeharrt. Mehr als 240 Personen konnten lebend gerettet werden.


Bildnachweis: © -/SA Police Service/dpa
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