19. August 2025 / Aus aller Welt

Mann rast mit 4,2 Promille und Tempo 220 über die Autobahn

Andere wären längst tot, er setzte sich noch ans Steuer: Mit schier unfassbarem Alkoholpegel ist ein Autofahrer über die A67 gebrettert. Bei seinem Beifahrer versagte sogar das Messgerät der Polizei.

Mit lebensgefährlich hohem Alkoholpegel raste der Fahrer über die Autobahn. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. August 2025 um 04:50 Uhr von dpa

Sturzbetrunken und mit einem lebensgefährlich hohen Promillewert ist ein Autofahrer mit Tempo 220 über die A67 in Südhessen gerast. Ein Zeuge alarmierte die Polizei und fuhr dem Wagen hinterher, nachdem er spätabends auf den auffälligen Fahrstil des Mannes aufmerksam geworden war.

Der Grund für die Schlangenlinien wurde schnell klar, als die Beamten das Auto mit ausländischem Kennzeichen stoppten und beide Insassen auf einem Parkplatz neben der A5 kontrollierten: «Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest zeigte bei dem Fahrzeugführer 4,16 Promille, bei dem Beifahrer keinen Wert, da das Gerät bei erreichten 5 Promille abschaltet!», schrieb die Polizei erkennbar fassungslos in ihrer Mitteilung.

Der Führerschein des Fahrers wurde sofort einkassiert. Dass es keine Verletzten oder Toten gab, war wohl bloß dem Zufall geschuldet.

«Über 4 Promille besteht akute Lebensgefahr»

Ab einem Wert von 0,5-Promille ist das Autofahren in Deutschland verboten. Bei mehr als 1,1 Promille wird es wegen «absoluter Fahruntüchtigkeit» zur Straftat.

«Bei einem Blutalkoholspiegel über 4 Promille besteht akute Lebensgefahr», wie der ADAC betont. «Es kommt zum Verlust wichtiger Schutzreflexe, Betroffene fallen ins Koma und können einen Schock mit fortschreitendem Kreislaufversagen bis hin zum vollständigen Atem- und Herzstillstand erleiden.» Eine Blutalkoholkonzentration von mehr als fünf Promille führe fast immer zum Tod.


Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
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