23. Mai 2025 / Aus aller Welt

Mann am Steuer von Containerschiff vermutlich eingeschlafen

Um ein Haar wäre ein großes Schiff in Norwegen mitten in ein Haus am Ufer gekracht. Wie konnte das passieren? Die Reederei will nicht spekulieren, aber die Polizei hat einen Verdacht.

Ein Containerschiff ist in Norwegen kurz vor einem Haus am Wasser zum Stehen gekommen.
Veröffentlicht am 23. Mai 2025 um 13:45 Uhr von dpa

Wie kann ein riesiges Containerschiff plötzlich schnurstracks auf ein Wohnhaus am Ufer zusteuern? Nach einem ungewöhnlichen Vorfall in Norwegen geht die Polizei davon aus, dass die verantwortliche Person auf der Schiffsbrücke eingenickt ist. Der Mann habe ebenso wie andere Besatzungsmitglieder ausgesagt, dass er eingeschlafen sei, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die Polizei. Es handelt sich bei ihm demnach um einen ausländischen Staatsbürger im Offiziersrang und im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, nicht aber um den Kapitän.

Die Reederei des Schiffes teilte dazu mit, dass man davon wisse, dass die Polizei einen Verdächtigen ausgemacht habe. Man unterstütze die Behörden bei den laufenden Ermittlungen und führe auch interne Nachforschungen durch. Spekulationen wolle man jedoch nicht anstellen.

Schiff liegt noch immer auf Grund

Das 135 Meter lange Containerschiff «NCL Salten» war am frühen Donnerstagmorgen im Trondheimfjord nahe Byneset nicht wie geplant nach Steuerbord abgedreht und stattdessen nur wenige Meter neben einem Haus am Wasser auf Grund gelaufen. Verletzt wurde niemand, auch das Haus kam mit Ausnahme einer gebrochenen Wärmepumpenleitung bisherigen Erkenntnissen zufolge glimpflich davon. Durch das Schiff kam es nach Behördenangaben in der Nähe zu einem etwa 100 Meter breiten Erdrutsch, der jedoch keine größeren Folgen gehabt haben soll.

Die «NCL Salten» steht derweil noch immer neben dem Haus. Ihre Bergung gestaltet sich schwieriger als ursprünglich erhofft. Die Reederei betonte, dass die Gewährleistung eines sicheren Bergungseinsatzes oberste Priorität habe.


Bildnachweis: © Jan Langhaug/NTB/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kreative Aktion zur Sonnenfinsternis - Familienbüro lädt Kinder zum Basteln ein
Stadt Lippstadt

Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...

weiterlesen...
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Kreis Soest

Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Berichte: Drei Tote nach Gebäudeeinsturz in Neu-Delhi
Aus aller Welt

Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten in Neu-Delhi. Das Gebäude diente als Studentenunterkunft.

weiterlesen...
20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Aus aller Welt

Auf der Autobahn 3 bei Wörth an der Donau kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Berichte: Drei Tote nach Gebäudeeinsturz in Neu-Delhi
Aus aller Welt

Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten in Neu-Delhi. Das Gebäude diente als Studentenunterkunft.

weiterlesen...
20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Aus aller Welt

Auf der Autobahn 3 bei Wörth an der Donau kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.

weiterlesen...