Nach den Schüssen im US-Bundesstaat Louisiana mit acht getöteten Kindern bleiben die Hintergründe der Tat weiter unklar. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge waren die Getöteten zwischen 1 und 14 Jahren alt, wie Chris Bordelon von der örtlichen Polizeidienststelle sagte. Sieben von ihnen seien Kinder des 31-jährigen Tatverdächtigen, der bei seiner Flucht ebenfalls getötet worden war. Bei der Tat in der Stadt Shreveport wurden zudem drei weitere Menschen verletzt, unter ihnen zwei Frauen schwer. Am Sonntagmorgen (Ortszeit) war es zu der häuslichen Auseinandersetzung gekommen, bei der Mann das Feuer auf seine Partnerin eröffnete, wie Bordelon der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Anschließend fuhr der Tatverdächtige zu einem weiteren Haus und schoss dort auf acht Kinder und eine Frau. Eines der toten Kinder wurde demnach auf dem Dach des Hauses gefunden - möglicherweise nach einem Fluchtversuch. Beide Frauen, auf die der mutmaßliche Täter schoss, wurden wie auch ein weiterer Jugendlicher verletzt. Die Frauen befänden sich in «sehr kritischem Zustand», sagte der Bürgermeister von Shreveport, Tom Arceneaux. «Was unsere Beamten heute Morgen vorgefunden haben, sollte niemand jemals mit ansehen müssen», sagte Bordelon. Es sei einer der dunkelsten Tage, die die Gemeinde je erlebt habe. Nach Polizeiangaben stahl der Tatverdächtige ein Auto und flüchtete, woraufhin es zu einer Verfolgungsjagd und einem Schusswechsel kam. Dabei wurde der Tatverdächtige tödlich verletzt. Nach CNN-Angaben war dies der Schusswaffenvorfall mit den meisten Toten in den USA seit mehr als zwei Jahren. Im Januar 2024 waren in der Nähe von Chicago acht Menschen durch Schussverletzungen gestorben. Der mutmaßliche Täter nahm sich später das Leben. Der Polizeichef von Shreveport, Wayne Smith, sagte, er wolle «zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft mehr und schlüssigere Informationen» über die Geschehnisse geben. In seinen 46 Jahren im Dienst habe er noch nie eine Tragödie von ähnlicher Tragweite erlebt. Bürgermeister Arceneaux, sagte: «Das ist eine tragische Situation, vielleicht die tragischste, die wir je in Shreveport hatten. Es ist ein schrecklicher Morgen.» Seine Gemeinde trauere. Die Stadt Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Sie ist nach New Orleans und Baton Rouge mit rund 180.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundesstaates.Schusswaffenvorfall mit meisten Toten seit Jahren
Polizeichef verspricht rasche Aufklärung
Bildnachweis: © Gerald Herbert/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gewalttat in Louisiana: 31-Jähriger erschießt acht Kinder
Ein gravierender Fall von häuslicher Gewalt schockt den US-Bundesstaat Louisiana: acht Kinder werden getötet, sieben davon Kinder des Tatverdächtigen. Die Gemeinde bangt um das Leben der Verletzten.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
- 28. September 2026
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".
- 2. Oktober 2026
Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt
Eine 16-Jährige bricht während des Unterrichts zusammen und stirbt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln zur Todesursache.
Neueste Artikel
- 11. Oktober 2026
Serie von Messerangriffen erschüttert Polen
Drei Attacken in wenigen Tagen: Was steckt hinter der plötzlichen Gewalt an polnischen Schulen und warum geraten immer mehr Jugendliche ins Visier der Polizei?
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Oktober 2026
Serie von Messerangriffen erschüttert Polen
Drei Attacken in wenigen Tagen: Was steckt hinter der plötzlichen Gewalt an polnischen Schulen und warum geraten immer mehr Jugendliche ins Visier der Polizei?
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.

