12. August 2025 / Aus aller Welt

Leiche eines vermissten 13-Jährigen an Bahngleisen entdeckt

Von einem Campingplatz an einem See in der Oberlausitz verschwindet ein 13-Jähriger. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach dem Jungen aus Tschechien. Dann machen die Ermittler einen grausamen Fund.

Tragische Gewissheit nach einer großen Suchaktion: Die Leiche des Jungen wurde gefunden.
Veröffentlicht am 12. August 2025 um 17:23 Uhr von dpa

Zwei Tage nach dem Verschwinden eines 13-Jährigen in der sächsischen Oberlausitz hat die Polizei die Leiche des Jungen an einer nahegelegenen Bahnstrecke entdeckt. Das teilte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei in Lohsa nach dem Teenager aus Tschechien gesucht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Derzeit könnten weder ein Unfall, eine Straftat noch ein Suizid ausgeschlossen werden, hieß es.

Der 13 Jahre alte Junge hatte am vergangenen Wochenende mit seiner Familie auf einem Campingplatz am Silbersee bei Lohsa Urlaub gemacht. Am Sonntagabend war er gegen 19.30 Uhr verschwunden.

Bei der Suchaktion waren rund 100 Polizeikräfte im Einsatz. Die Wasserschutzpolizei hatte mit Booten mehrere Seen in der Region abgesucht sowie Polizeihunde die Uferböschungen und die Umgebung durchkämmt. Hubschrauber und mehrere Drohnen hatten die Lage aus der Luft erkundet.

Hintergründe noch unklar

Zudem hatten die Ermittler mit den tschechischen Behörden eng zusammengearbeitet. Nach ersten Erkenntnissen war der Vater des Jungen nicht mit auf den Campingplatz gefahren. Daher waren alle Kontaktadressen in Tschechien sowie der ÖPNV und die Bahnstrecken überprüft worden.

Die Leiche war laut Polizeiangaben nach einem Zeugenhinweis an der Bahnstrecke zwischen Knappenrode und Lohsa entdeckt worden. Das sind weniger als zehn Kilometer vom Campingplatz entfernt, von wo der Junge verschwunden war. Die Hintergründe des Verschwindens und die Umstände des Todes seien noch unklar, betonte der Polizeisprecher. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Die Mutter des Jungen wurde von einem Seelsorger betreut.


Bildnachweis: © Danilo Dittrich/dpa
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