Nach dem Schock vieler Lotteriegewinner wegen einer schweren Panne beim Losverkauf in der spanischen Kleinstadt Villamanín hat es eine gütliche Einigung gegeben. Jeder, der einen Anteilsschein auf das Los mit der Nummer des Hauptgewinns der spanischen Weihnachtslotterie besitzt, soll seinen Gewinn fast vollständig erhalten, berichteten spanische Medien übereinstimmend. In dem Ort hatte ein privates Festkomitee versehentlich mehr Anteilsscheine an offiziellen Losen verkauft, als es selbst eingekauft hatte. Eine Reihe «glücklicher» Gewinner wäre deshalb beinahe leer ausgegangen. Der Jubel am Montag in Villamanín über Gewinne in Höhe von fast 35 Millionen Euro bei der berühmten Weihnachtslotterie war nur wenige Tage später in Entsetzen und Ärger umgeschlagen. Insgesamt gab es in der Gemeinde mit nur knapp 1.000 Einwohnern ungedeckte Gewinnerwartungen in Höhe von rund vier Millionen Euro. Damit doch alle etwas von dem Geldsegen abbekommen, verzichtete das Festkomitee nun auf einen Teil des Gewinns und alle anderen Losinhaber ebenfalls auf einen kleinen Teil ihres Anspruchs. Dies sei bei einer mehr als dreistündigen hitzigen Versammlung der Losinhaber entschieden worden, berichteten die Regionalzeitungen «Diario de León» und «Leonoticias» sowie weitere Medien in ganz Spanien. Kompromiss nach hitziger Versammlung
Dass private Gemeinschaften und Vereine Anteilsscheine für wohltätige Zwecke verkaufen, ist in Spanien nicht unüblich. Ein ganzes offizielles Los kostet immerhin 200 Euro, ein Zehntellos gibt es für 20 Euro. Und die Vereine bringen ihre Stückelungen der Lose meist für fünf bis zehn Euro unter die Leute. Entsprechend kleiner ist der Anteil dann an den Gewinnen, von denen ein Teil für einen guten Zweck vorgesehen ist. Dafür bleibt nun in Villamanín weniger übrig.
Bildnachweis: © Manu Fernandez/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kompromiss nach Panne bei spanischer Weihnachtslotterie
Erst große Freude, dann Ärger: In einer spanischen Kleinstadt gab es mehr Gewinner als Lose. Wie ein Kompromiss den Streit um Millionen löste.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
- 28. September 2026
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".
- 2. Oktober 2026
Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt
Eine 16-Jährige bricht während des Unterrichts zusammen und stirbt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln zur Todesursache.
Neueste Artikel
- 14. Oktober 2026
Mord an Rapper Tupac Shakur: 40 Jahre Haft für Duane Davis
Der Mord an dem Rapper Tupac Shakur schockierte 1996 die Öffentlichkeit. Erst 30 Jahre später kam es zum Prozess, nun folgt eine lange Strafe. Angehörige des Rappers finden vor Gericht Gehör.
- 14. Oktober 2026
Gefährlicher Kurs: Länder holzen viel zu viel Regenwald ab
Bis 2030 wollten mehr als 100 Staaten die großflächige Abholzung stoppen. Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr ist der Abstand zum Ziel groß. Eine Region entwickelt sich besonders kritisch.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Oktober 2026
Mord an Rapper Tupac Shakur: 40 Jahre Haft für Duane Davis
Der Mord an dem Rapper Tupac Shakur schockierte 1996 die Öffentlichkeit. Erst 30 Jahre später kam es zum Prozess, nun folgt eine lange Strafe. Angehörige des Rappers finden vor Gericht Gehör.
- 14. Oktober 2026
Gefährlicher Kurs: Länder holzen viel zu viel Regenwald ab
Bis 2030 wollten mehr als 100 Staaten die großflächige Abholzung stoppen. Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr ist der Abstand zum Ziel groß. Eine Region entwickelt sich besonders kritisch.

