Es war ein riesiger Schock für eine ganze Berliner Kita, für alle Eltern und auch für die alarmierten Sanitäter und Ärzte. Ein fünfjähriger Junge starb am Vormittag in einer Kindertagesstätte im Südosten der Hauptstadt. «Es war nach unseren ersten Erkenntnissen ein tragischer Unfall», sagte ein Polizeisprecher. Der Junge sei von einem schweren Gegenstand erschlagen worden, vermutlich von einer Tür. In Medienberichten hieß es, eine schwere Terrassentür habe sich gelöst und sei umgestürzt. Von außen war an einer Seite der Kita hinter rotem Flatterband eine Glastür zu sehen, die aus ihrer Halterung gerissen und nach innen in einen Raum gefallen war. Die Polizei ermittelt nun zur Unfallursache. Geklärt werden muss, ob die Tür einen technischen Defekt hatte oder falsch bedient wurde. In der großen Kita werden nach eigenen Angaben etwa 160 Kinder ganztägig betreut. Fotos auf der Internetseite zeigen einen großen Garten und zahlreiche Fenster und Türen, die dorthin führen. Träger ist eine gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung und Beschäftigung. Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 10.15 Uhr im Bezirk Treptow-Köpenick in der Straße Adlergestell. Sofort alarmierte die Kita Feuerwehr und Polizei, die einen Großeinsatz starteten. Neben zahlreichen Einsatzwagen flogen auch zwei Rettungshubschrauber den Ort des Unglücks an. Mehrere Notärzte versuchten, das Kind wiederzubeleben - aber vergeblich. Die Feuerwehr berichtete von 22 Sanitätern, Ärzten und Feuerwehrleuten, die mit 12 Fahrzeugen im Einsatz waren. Zahlreiche Menschen seien von dem tödlichen Unglück stark mitgenommen, «darunter Angehörige, Ersthelfende, und Kita-Personal sowie Rettungs- und Polizeikräfte». Sieben Menschen hätten die «psychosoziale Notfallversorgung», also eine Betreuung durch Seelsorger in Anspruch genommen. Auch 14 Feuerwehrleute hätten betreut werden müssen. Auch der Vater des verunglückten Jungen sei vor Ort gewesen und mit einem Schock zusammengebrochen, schrieb die «B.Z.» Er sei ärztlich betreut worden. Am Nachmittag hatte die Kita geschlossen und auch der Feuerwehreinsatz war beendet. Die Kinder waren nach dem Unfall abgeholt worden. Das ganze Gelände wirkte verlassen, nur im Gebäude saßen noch einige Erwachsene. Die Senatsverwaltung für Bildung und Familie teilte mit: «Wir sind zutiefst bestürzt über den tragischen Unfall, bei dem ein Kind in einer Kita ums Leben gekommen ist. Unsere Gedanken sind bei der Familie des Kindes sowie bei allen Kindern und Mitarbeitenden der Kita.» Der Kita-Träger habe Unterstützungsangebote organisiert, so die Senatsverwaltung. Aus Respekt vor der Familie und wegen der laufenden Ermittlungen der Polizei wolle man keine Details des Unfalls nennen. «In dieser Ausnahmesituation ist es besonders wichtig, für die betroffenen Kinder, Eltern und Mitarbeitenden da zu sein.» Der Schwerpunkt liege jetzt darauf, die Betroffenen bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen.Terrassentür aus der Halterung nach innen gestürzt
Großeinsatz mit zwei Rettungshubschraubern
Bericht: Vater des Jungen vor Ort
Senatsverwaltung zeigt sich zutiefst bestürzt
Bildnachweis: © Britta Pedersen/dpa
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Fünfjähriger Junge in Berliner Kita wohl von Tür erschlagen
Ein tragischer Unfall erschüttert eine Berliner Kita: Ein fünfjähriger Junge stirbt. Vermutlich wurde er von einer Tür erschlagen. Die Polizei ermittelt.
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