13. September 2026 / Aus aller Welt

Jugendlicher flieht in gestohlenem Auto – Polizei schießt

Ein 17-Jähriger rast in einem gestohlenen Auto davon und durchbricht eine Straßensperre. Dabei soll er auf einen Polizisten zugefahren sein. Nun sitzt der Jugendliche in Untersuchungshaft.

Nachdem er von der Straße abgekommen war, nahmen die Polizisten den Jugendlichen fest.
Veröffentlicht am 13. September 2026 um 17:45 Uhr von dpa

Nach einer rasanten Flucht in einem gestohlenen Auto bei Passau sitzt ein 17-Jähriger unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Gegen den Jugendlichen wurde Haftbefehl erlassen, wie das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilte. Bei der Verfolgungsjagd hatten Polizisten den Angaben zufolge mehrfach auf den Wagen geschossen. Einer der Schüsse traf das Fahrzeug laut Polizei auf der Beifahrerseite, der 17-Jährige sei dadurch unverletzt geblieben.

Der mit einer Sturmhaube maskierte Jugendliche soll am Samstag mit bis zu 170 Kilometern pro Stunde vor der Polizei geflohen sein, mehrere Unfälle verursacht und eine Straßensperre durchbrochen haben. Dabei soll er auf einen Polizisten zugefahren sein. Daraufhin wurde laut Polizei auf das Fahrzeug geschossen. Schließlich sei der 17-Jährige von der Straße abgekommen und habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Polizei: Anhaltsignale wurden ignoriert 

Das Auto war in der Nacht zum Samstag aus einer Garage in Passau gestohlen worden. Beamte der Grenzpolizei entdeckten den Wagen am Samstagabend. Zuvor soll der Fahrer im Landkreis Freising getankt haben, ohne zu bezahlen. Bei der Verfolgung ignorierte der Fahrer nach Polizeiangaben die Anhaltesignale und fuhr auf der Autobahn 3 in Richtung Passau weiter. 

Der 17-Jährige war nach seiner Festnahme zunächst leicht verletzt in ein Krankenhaus gekommen. Am Sonntag wurde er einer Ermittlungsrichterin vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen ihn besteht unter anderem dringender Tatverdacht wegen versuchten Mordes, besonders schweren Diebstahls, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Die Ermittlungen dauern an.


Bildnachweis: © Helmuth Riedl/Zema Medien/dpa
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