Die Aufhebung des Kiff-Verbots im Englischen Garten in München ist rechtskräftig. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mitteilte, hatte der Freistaat nach einem entsprechenden Urteil innerhalb der Frist keine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegt. Damit gelten nun die üblichen gesetzlichen Bestimmungen zum Konsum von Cannabis sowohl im Englischen Garten als auch im angrenzenden Hofgarten und im Finanzgarten. Zudem wurde der Verbots-Passus auch aus der Verordnung für den Hofgarten in Bayreuth gelöscht, wie aus dem Bayerischen Ministerialblatt hervorgeht. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet. Die Staatsregierung hatte mit dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs eine schwere Schlappe erlitten: Weil sie die bundesweite Teil-Legalisierung von Cannabis nicht verhindern konnte, hatte sie versucht, mit Extra-Regelungen eine restriktivere Politik durchzusetzen. Über die am Finanzministerium angesiedelte Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung, die für staatliche Parks zuständig ist, ging sie unter anderem im Englischen Garten über die im Bundesgesetz zum Cannabis-Konsum verankerten Vorgaben hinaus. Danach darf etwa nicht in der Nähe von Minderjährigen gekifft werden. Gegen diese Extra-Regeln klagten zwei Männern, die im Englischen Garten Cannabis konsumieren wollten. Nach einer Eil-Entscheidung im vergangenen Sommer wurde das Verbot bereits im Nordteil des Englischen Gartens aufgehoben. Im November folgte dann das grundsätzliche Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, das das generelle Cannabiskonsumverbot im Englischen Garten sowie im Hof- und Finanzgarten für unwirksam erklärte. Ein gleichlautender Paragraf galt auch für den Hofgarten in Bayreuth; er wurde nun ebenfalls ersatzlos gestrichen.Zwei Männer, die im Englischen Garten kiffen wollten, klagten
Bildnachweis: © Peter Kneffel/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Im Englischen Garten darf jetzt gekifft werden
Mit Extra-Regelungen wollte die bayerische Staatsregierung die Teil-Legalisierung von Cannabis auf Bundesebene unterlaufen. Dafür bekam sie vor Gericht eine Abfuhr.
Meistgelesene Artikel
- 13. Juli 2026
Feierabend trifft Sommerfeeling: Neue Konzertreihe der KWL startet im Kurpark Bad Waldliesborn
Wenn die Temperaturen angenehm bleiben, die Sonne langsam untergeht und der Arbeitstag geschafft ist, gibt es kaum etwas...
- 11. Juli 2026
Polizei beendet Geiselnahme in Berlin - Frau gerettet
Kurz vor Feierabend bringt ein Mann in einem Supermarkt eine Frau in seine Gewalt. Es folgt ein stundenlanger Nervenkrieg. Die Polizei verhandelt - dann stürmt sie das Gebäude.
- 22. Juli 2026
100 Jahre Herbstwoche: Attraktive Fahrgeschäfte sorgen vom 16. bis 25. Oktober für Kirmesvergnügen
Die Vorfreude wächst: Die Herbstwoche feiert vom 16. bis 25. Oktober ihr 100-jähriges Bestehen. Jetzt stehen auch die...
Neueste Artikel
- 9. August 2026
Wasserarme Donau wird zur Asservatenkammer der Geschichte
Der Rekord-Tiefstand des großen europäischen Stroms legt Relikte aus verschiedenen Epochen frei. Darunter sind Kriegswracks, Minen und sogar Mammutknochen. Was uns das über die Region erzählt.
- 9. August 2026
Barfuß in Schlappen und Sandalen: Sind nackte Füße eklig?
Am unteren Ende der Beine scheiden sich die Geister: Manche finden Füße geil, andere eher ekelhaft. Im Hochsommer sieht man viele nackte Füße - in Flip-Flops, Birkenstocks et cetera. Ist das gut?
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. August 2026
Wasserarme Donau wird zur Asservatenkammer der Geschichte
Der Rekord-Tiefstand des großen europäischen Stroms legt Relikte aus verschiedenen Epochen frei. Darunter sind Kriegswracks, Minen und sogar Mammutknochen. Was uns das über die Region erzählt.
- 9. August 2026
Barfuß in Schlappen und Sandalen: Sind nackte Füße eklig?
Am unteren Ende der Beine scheiden sich die Geister: Manche finden Füße geil, andere eher ekelhaft. Im Hochsommer sieht man viele nackte Füße - in Flip-Flops, Birkenstocks et cetera. Ist das gut?

