Kurz vor dem erwarteten Ende des Prozesses gegen ihn hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin noch einmal Einblick in sein Privatleben gegeben. Der Prozess habe ihn von seinen Freunden isoliert und zum «Hassobjekt» des ganzen Landes gemacht. «Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster», sagte Marius Borg Høiby laut der Zeitung «Verdens Gang» am Freitag unter Tränen vor Gericht. «Jeden Tag in der Zeitung zu sein, das ganze Jahr - das macht etwas mit einem Menschen. Man weiß nicht mehr, wer man ist.» Er erkenne sich nicht wieder in dem, was über ihn geschrieben werde. Durch den Druck der Medien fühle er sich verfolgt, habe Paranoia entwickelt, hieß es weiter. Er könne niemandem mehr vertrauen. «Ich habe nichts mehr, was privat ist. Mein ganzes Leben ist öffentlich. SMS mit meiner Familie, Gespräche mit meiner Familie, Dinge, die so privat sind, wie es nur geht, stehen in den Medien», zitierte ihn «Verdens Gang». Der Prozess habe ihn einsam gemacht: «Ich habe 98 Prozent meines sozialen Netzwerks verloren, und die wenigen, die ich noch habe, trauen sich nicht, mit mir auszugehen und in einem Restaurant zu essen - sie wollen nicht mit mir gesehen werden.» Vor Gericht hatte Høiby immer wieder betont, wie sehr ihn die ungewollte öffentliche Aufmerksamkeit seit seiner Kindheit belastet habe. Der Sohn von Mette-Marit aus einer früheren Beziehung war noch ein Kleinkind, als seine Mutter Kronprinz Haakon von Norwegen heiratete. Der 29-Jährige ist in 40 Punkten angeklagt - unter anderem wegen Vergewaltigung. Kommende Woche werden die Plädoyers in dem Prozess gegen ihn erwartet.Høiby: Meine Freunde wollen nicht mehr mit mir gesehen werden
Bildnachweis: © Ane Hem/NTB/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
«Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster»
Emotionale Minuten im Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin: In seiner letzten Aussage vor den Plädoyers bricht Marius Borg Høiby in Tränen aus. Er habe niemanden mehr, sagt er.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
- 11. September 2026
Neue Bauordnung NRW: Was Bauherren in Lippstadt jetzt wissen müssen
Seit dem 1. September gilt in NRW eine neue Bauordnung: kürzere Fristen, Bauantrag nur noch digital, Dachausbau oft ohne Genehmigung.
- 28. September 2026
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".
Neueste Artikel
- 5. Oktober 2026
Behörde: Laborantin in Sibirien starb nicht an Pest
Nach dem Tod einer jungen Frau in einem sibirischen Krankenhaus steht der Verdacht auf Lungenpest im Raum. Die zuständige staatliche Stelle dementiert. Doch Vorsichtsmaßnahmen gelten.
- 5. Oktober 2026
Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida
Bei einem schweren Unfall mit einem Schulbus in Florida sterben zwei Menschen, darunter eine Schülerin. Zahlreiche weitere Menschen werden verletzt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. Oktober 2026
Behörde: Laborantin in Sibirien starb nicht an Pest
Nach dem Tod einer jungen Frau in einem sibirischen Krankenhaus steht der Verdacht auf Lungenpest im Raum. Die zuständige staatliche Stelle dementiert. Doch Vorsichtsmaßnahmen gelten.
- 5. Oktober 2026
Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida
Bei einem schweren Unfall mit einem Schulbus in Florida sterben zwei Menschen, darunter eine Schülerin. Zahlreiche weitere Menschen werden verletzt.

