31. August 2026 / Aus aller Welt

Trotz U-Haft: Høiby darf zu Begräbnis von Harald V.

Norwegen trauert um Harald V. Für die Königsfamilie stehen einige Termine an, darunter die Beisetzung des Königs. Auch der verurteilte Sohn von Mette-Marit darf dabei sein - trotz Hausarrest.

Marius Borg Høiby ist im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Archivbild)
Veröffentlicht am 31. August 2026 um 14:58 Uhr von dpa

Der älteste Sohn der neuen norwegischen Königin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, darf trotz Hausarrest am Begräbnis des gestorbenen Königs Harald V. teilnehmen. Entsprechende Medienberichte bestätigte die norwegische Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Anklage genehmigte demnach einen entsprechenden Antrag Høibys. 

Der 29-jährige Høiby wurde im Juni unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Er sitzt derzeit mit Fußfessel in Untersuchungshaft in der Residenz des norwegischen Königspaares, Schloss Skaugum. 

Auch an der feierlichen Prozession am heutigen Nachmittag, bei der der Sarg von Harald V. in die Kapelle des Schlosses getragen wird, darf er laut Polizei teilnehmen. Im Krankenhaus durfte Høiby sich außerdem vergangene Woche von seinem Zieh-Opa König Harald verabschieden. Der 29-Jährige gehört zur Königsfamilie, ist aber nicht offiziell Teil des Königshauses. 

Harald V. war am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben. Seine Beisetzung findet am 9. September statt. Der Sarg des Monarchen wird am heutigen Nachmittag von einem Salon des Schlosses in die Kapelle gebracht. Kinder und Enkelkinder des Königs werden den Sarg nach Angaben des Hofs begleiten. 

Auch Haralds Witwe Königin Sonja und die neue Königin Mette-Marit werden dabei sein. In der Schlosskapelle wird der Sarg auf ein Katafalk gestellt. In der Kapelle findet anschließend eine private Gedenkfeier für die Familie von König Harald, dessen Hof und Adjutanten statt.


Bildnachweis: © Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa
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