Die Flutwellen an den Küsten rund um den Pazifik dürften nach Einschätzung des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung in Potsdam heute im Laufe des Tages ankommen. Normalerweise dauere es einige Stunden, sagte Charlotte Krawczyk, Direktorin der Abteilung Geophysik am GFZ Potsdam. Nach dem schweren Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka hatten Länder rund um den Pazifik Tsunami-Warnungen ausgesprochen. An Japans Pazifikküste traf bereits eine mehr als einen Meter hohe Flutwelle ein. Auf Hawaii kamen Krawczyk zufolge erste, maximal einen Meter hohe Flutwellen an. Auch für die Philippinen, Indonesien, die Westküste der USA und Kanadas sowie die Länder der Pazifikküste Lateinamerikas wurden Tsunami-Warnungen ausgesprochen. Sollten die Flutwellen im Laufe des Tages verhältnismäßig niedrig ausfallen, bedeute dies aber nicht automatisch Entwarnung, sagte Krawczyk. Es gebe viele und teils starke Nachbeben, manche erreichten eine Stärke von 6. «Es ist nicht so, dass da schon Ruhe eingekehrt ist.» Es habe vor etwa zehn Tagen bereits einen Erdbebenschwarm vor Kamtschatka gegeben, dann sei vorerst Ruhe eingekehrt, bis zu dem schweren Beben jetzt. «Das muss man beobachten», sagte Krawczyk. Bei dem Erdbeben mit der Stärke 8,8 um kurz vor 1.30 Uhr deutscher Zeit handelt es sich um eines der stärksten Beben der vergangenen 15 Jahre. Auch in der Messstation des GFZ in Rüdersdorf bei Berlin wurde das Beben Krawczyk zufolge registriert.
Bildnachweis: © Dirk Meissner/Canadian Press via ZUMA Press/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
GFZ Potsdam: Nachbeben könnten für weitere Flutwellen sorgen
Die ersten Flutwellen haben die Pazifikküsten erreicht, sie waren bisher verhältnismäßig niedrig. Dem GFZ Potsdam zufolge bedeutet dies aber keine Entwarnung.
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...
- 12. August 2026
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...
Neueste Artikel
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
- 5. September 2026
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
- 5. September 2026
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

